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„Am offenen Grab sollte alles andere zurücktreten“

DDR-Opferverbandschef zu Gorbatschows Begräbnis: Merkel sollte nach Moskau fahren

Michail Gorbatschow und Angela Merkel einst bei einer Ausstellung.

Michail Gorbatschow und Angela Merkel einst bei einer Ausstellung.

Berlin. Der Vorsitzende der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), Dieter Dombrowski, hat angeregt, dass Altkanzlerin Angela Merkel an der Trauerfeier für den verstorbenen ehemaligen sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow teilnehmen sollte.

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„Ich hoffe, dass die westlichen Staaten, insbesondere auch Deutschland, dort repräsentativ vertreten sind“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Wir haben Gorbatschow zwar nicht alles, aber vieles zu verdanken. Und wenn Herr Scholz nicht reisen kann, dann sollten es Frau Merkel und Bundespräsident Steinmeier tun.“ Merkel genieße international weiterhin höchstes Ansehen, was man nicht von jedem in der Bundesregierung sagen könne. Und sie spreche Russisch.

„Am offenen Grab sollte alles andere zurücktreten.“

Dombrowski fügte angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine und der westlichen Sanktionen gegen Russland hinzu: „Am offenen Grab sollte alles andere zurücktreten. Wir haben im Übrigen ein Problem mit dem russischen Regime, aber nicht mit der russischen Bevölkerung.“ Die UOKG ist der Dachverband der DDR-Opferorganisationen.

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Wir haben im Übrigen ein Problem mit dem russischen Regime, aber nicht mit der russischen Bevölkerung.

Dieter Dombrowski,

Vorsitzender der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG)

Der außenpolitische Berater des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl (CDU), Horst Teltschik, sagte dem RND: „Wenn es eine offizielle Trauerfeier geben sollte, dann müssten der Bundeskanzler und der Bundespräsident fahren. Gorbatschow hat‘s verdient. Und es wäre ja keine Geste an Wladimir Putin, sondern an Gorbatschow.“ Eine solche Reise böte überdies womöglich „die Gelegenheit, mit Putin über seine Sauereien in der Ukraine zu reden“.

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