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„Mir fehlen die Worte“: Trauer und Bestürzung nach Tod des EU-Parlamentspräsidenten

Der Italiener Sassoli im EU-Parlament

Aviano. Nach dem Tod von EU-Parlamentspräsident David Sassoli hat EU-Klimakommissar Frans Timmermans der Familie des Italieners sein Beileid ausgesprochen. „Seine Herzlichkeit war eine Inspiration für alle, die ihn kannten. Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Lieben“, schrieb der Niederländer am Dienstagmorgen auf Twitter. „Mir fehlen die Worte.“

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb am Morgen: „Ich bin zutiefst traurig über den Tod eines großen Europäers und Italieners.“ David Sassoli sei ein außergewöhnlicher Präsident des Europäischen Parlaments und vor allem ein lieber Freund gewesen.

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„Ciao David, lebenslanger Freund“, schrieb Italiens Kulturminister Dario Franceschini auf Twitter. EU-Ratschef Charles Michel würdigte Sassoli als „aufrichtigen und leidenschaftlichen Europäer“. Seine menschliche Wärme, seine Großzügigkeit, seine Herzlichkeit und sein Lächeln würden bereits vermisst, schrieb Michel am Dienstag auf Twitter. Er fühle sich traurig und bewegt.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Michael Roth (SPD), erklärte, er habe mit Sassoli während der EU-Ratspräsidentschaft eng zusammengearbeitet. „Ich erinnere mich an einen leidenschaftlichen Parlamentarier, einen Kämpfer für ein soziales Europa, einen feinen, eleganten Menschen. Ich bin sehr traurig!“

Sassoli mit 65 Jahren gestorben

Sassoli war am frühen Dienstagmorgen im Alter von 65 Jahren in der nordostitalienischen Gemeinde Aviano gestorben, wie EU-Parlamentssprecher Roberto Cuillo bestätigte. Er wurde seit dem 26. Dezember in Italien wegen einer schweren Komplikation aufgrund einer Funktionsstörung des Immunsystems behandelt. Den Krankenhausaufenthalt des Italieners hatte das EU-Parlament am Montag bekannt gemacht. Die Termine des Sozialdemokraten wurden seitdem abgesagt.

Sassoli gehörte der sozialdemokratischen Partei Partito Democratico (PD) an. Er war seit Juli 2019 Präsident des Europäischen Parlaments gewesen. Der Sozialdemokrat löste seinen Landsmann Antonio Tajani von der konservativen Forza Italia ab. Zuvor hatte er von 2014 bis 2019 den Posten des Vizepräsidenten in der EU-Institution und hatte damit noch rund drei Jahre (2014 bis 2017) als Vertreter des damalige Europaparlamentspräsidenten Martin Schulz (SPD) gearbeitet.

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Sassoli galt unter anderem als Kritiker der Migrationspolitik vieler Mitgliedsstaaten. Immer wieder setzte er sich für die Belange von Menschen auf der Flucht ein. In Italien ist Migration besonders zwischen linken und rechten Parteien ein Streitthema, da in dem Mittelmeerland sehr viele Migranten auf ihrer Flucht in Booten ankommen, um in die EU zu gelangen.

Er galt zudem als progressiver Katholik. Nach Angaben seiner Partei war er schon als Jugendlicher bei den Pfadfindern und hatte sich in katholischen Jugendgruppen engagiert.

RND/dpa/scs

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