Das waren die politischen Lacher und Pannen 2019

  • Wer ständig in der Öffentlichkeit steht, läuft auch ständig Gefahr, für Pannen und Lacher zu sorgen.
  • So bemüht Polit-Profis auch oft um Sachlichkeit waren, so ging auch bei ihnen 2019 wieder einiges schief.
  • Hier ein Überblick über die komischsten Situationen des Jahres.
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Berlin. Auch das noch: Politikerinnen und Politiker stehen permanent unter öffentlichem Druck - und manchmal sorgen sie dabei unfreiwillig für Lacher oder Pannen. Eine Sammlung der politischen Schmunzler 2019:

TRUMP (DER BAUMEISTER) GIBT TIPPS ZUM ÜBERWINDEN EINER MAUER

Im Januar ist US-Präsident Donald Trump dabei, den Bau seiner Mauer zu Mexiko durchzuboxen. Sie soll Menschen von der illegalen Einreise abhalten. Nach Trumps Vorstellung wird die Mauer ein unüberwindbares Bollwerk. Pikanterweise fällt dem Präsidenten just zu dieser Zeit ein altes Zitat auf die Füße. 2004 erteilte er Absolventen einer Uni allerlei Ratschläge ("Seid diszipliniert", "Gebt niemals auf"). Vor allem aber sagte Trump: "Wenn ihr vor einer Betonwand steht, geht hindurch, klettert drüber, geht dran vorbei, aber kommt vor allem auf die andere Seite dieser Mauer." Einmal veröffentlicht, sorgte der Rede-Ausschnitt für zahlreiche Lacher in den USA und weltweit.

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TWITTERNDE GENERÄLE

Dem französischen Generalstab ist im März eine Panne beim Twittern passiert. Er veröffentlichte eine anscheinend willkürliche Reihenfolge aus Zahlen und Buchstaben. Twitternutzer witzelten, dass es sich dabei vielleicht um den Atomcode oder das WLAN-Passwort des Generalstabs handele. Andere scherzten, dass wohl eine Katze über die Tastatur gelaufen sei.

ALTERNATIV GERECHNET

Ein bayerischer AfD-Kommunalpolitiker hat im Netz Spott geerntet, weil er die Ergebnisse seiner Partei bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg fälschlicherweise addierte. René Jentzsch hatte in einem Tweet behauptet, seine Partei habe in beiden Bundesländern mit zusammengerechnet 51 Prozent am stärksten abgeschnitten. Er habe das aus Spaß getan, um "mehr Aufmerksamkeit" zu erlangen. Gelöscht hatte er den Tweet kurz darauf aber trotzdem.

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HABECK KANN AUCH OHNE FRAGE ANTWORTEN

Wer braucht schon Fragen, um zu antworten? "Ich höre jetzt gar nichts", sagte Grünen-Chef Robert Habeck im ZDF-Interview mit der rechten Hand am Knopf in seinem Ohr. "Ich kann aber trotzdem antworten, auch ohne die Frage gehört zu haben, wahrscheinlich." Auch das eindeutige "Nein" von Journalistin Bettina Schausten hörte er nicht und bot an, "einfach" zu sagen "was mir einfällt". Einen nach unten gehaltenen Daumen verstand der Parteivorsitzende aber dann doch.

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FRANKFURT VERLIERT WAHLWETTE GEGEN KÖLN

Frankfurt am Main hatte zur Europawahl eine Wette mit Köln abgeschlossen. Es ging darum, wer die höhere Wahlbeteiligung hat. Frankfurt musste am Ende die Niederlage eingestehen - und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zum rheinischen Straßenkarneval. Er sprach von einem "verschmerzbaren Wermutstropfen" angesichts des guten Ergebnisses in Frankfurt - dort stimmten 56 Prozent ab, deutlich mehr als zuletzt. In Köln waren es aber knapp 64 Prozent.

BOCHUM VON WÄHLERN ÜBERRANNT?

Etwas unerwartet kam die hohe Wahlbeteiligung vielleicht für die Stadt Bochum. Dort gab es in etwa einem Dutzend von rund 200 Wahllokalen zu wenig Stimmzettel. Die Wahlbeteiligung war laut Stadt höher als bei der letzten Europawahl. Bereits am Tag vor der Wahl hatte es in Bochum eine Panne gegeben: Am Nachmittag war auf der Internetseite der Stadt das vermeintliche Wahlergebnis zu lesen.

DACHSCHADEN IM BRITISCHEN UNTERHAUS

Als hätten die Briten mit ihrem EU-Austritt nicht schon genug zu tun, regnete es im April auch noch durch das Dach des Parlaments. Im Londoner Unterhaus waren zudem zahlreiche Fenster kaputt. Und nicht nur das: Die uralte Heizung läuft das ganze Jahr, weil man fürchtet, sie sonst nie wieder anzubekommen; von den Decken fallen hin und wieder Teile herunter; und durch das alte Gemäuer huschen die Mäuse.

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HUCH, FALSCHE NATIONALHYMNE

Alt war auch die Version der spanischen Nationalhymne. Italien begrüßte Felipe VI. und dessen Vorgänger Juan Carlos mit der Nationalhymne aus der Zeit der spanischen Diktatur. In der Oper von Neapel spielte ein Orchester im Mai die Hymne aus Versehen mit dem Text aus der Franco-Diktatur (1939-1975). Nach dem Ende der Herrschaft Francisco Francos wurden die Liedzeilen abgeschafft.

NO DEAL - NO KLOPAPIER

Im schier endlosen Gezerre um eine Brexit-Einigung zwischen der EU und Großbritannien blitzt im Oktober ein Fun-Fact auf: Bei einem Austritt Großbritanniens ohne Abkommen könnte das Toilettenpapier knapp werden. Verzögerungen an den Grenzen und Hamsterkäufe könnten schnell zu leeren Lagern und Lieferengpässen führen. So zumindest die Warnung eines schwedischen Klopapierherstellers.

RND/dpa

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