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Darum ist für Kinder das Recht so wichtig, draußen spielen zu können

  • Die Corona-Krise geht mit vielen Einschränkungen einher, auch und gerade für die Kinder.
  • Der Kinderreport 2020 zeigt zugleich: Schon vor der Pandemie mangelte es oft an Zeit und Gelegenheit für Kinder, draußen zu spielen.
  • Das muss sich ändern, kommentiert Tobias Peter.
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Berlin. Jeder Erwachsene hat in Corona-Zeiten gelernt, wie deprimierend und einschränkend es ist, sich nicht frei bewegen zu können. Wie schlimm muss es da für kleinere Kinder sein, nicht draußen spielen zu können?

Der Kinderreport 2020 zeigt, dass es schon vor Corona große Defizite gab, was solchen Freiraum für Kinder angeht. Das sehen nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern so.

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Die andere Art zu lernen

Der Mangel an Raum und Gelegenheit zum sicheren, auch mal unbeaufsichtigten Draußenspielen ist höchst problematisch. Denn für die Mädchen und Jungen geht es nicht nur darum, sich angemessen bewegen zu können. Gemeinsam und selbstständig zu spielen ist auch eine soziale Interaktion von größter Bedeutung für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Kinder lernen nicht nur in der Schule, sondern auch durch das Miteinander in der Freizeit.

Müssen also die Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden, wie nicht nur Familienministerin Franziska Giffey (SPD) es fordert? Das ist ein lobenswertes Ziel und könnte sicher helfen zu verdeutlichen, dass es bei den Interessen der Kinder nicht um Nebensächlichkeiten geht.

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Darum geht es jetzt

Die entscheidende praktische Anforderung richtet sich am Ende aber nicht nur an Berufspolitiker auf Bundes- und Landesebene, sondern auch an die Kommunen. Werden die Bedürfnisse von Kindern bei Planung und Bebauung wirklich angemessen berücksichtigt? Welche Angebote werden gemacht, damit Spielflächen für diejenigen erreichbar sind, die sie nicht direkt vor der eigenen Tür haben?

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Video
RND-Videoschalte: Kinderschutzbund-Präsident im Interview
12:49 min
RND-Korrespondent Tobias Peter spricht mit Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers über Kita-Öffnungen und ärmere Familien in der Corona-Krise.

Über solche Fragen hinaus geht es auch um eine Herausforderung an alle. Jeder – egal, ob er eigene Kinder hat oder nicht – muss bereit sein, auch mal Lärm und Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen, damit Kinder sich im Spiel frei entfalten können. Erwachsene vergessen viel zu schnell und viel zu oft, wie es war, selbst ein Kind zu sein.

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