Sicherheitskräfte in Dänemark nehmen erneut Terrorverdächtige fest

  • In Dänemark haben Polizei und Geheimdienst sechs Männer zwischen 27 und 35 Jahren festgenommen.
  • Es geht um Verbindungen zum „Islamischen Staat“ und Terrorfinanzierung.
  • Erst im Februar hatte es einen größeren Antiterroreinsatz gegeben.
Anzeige
Anzeige

Kopenhagen. Bei einem erneuten Einsatz gegen Terrorverdächtige haben Polizei und Geheimdienst in Dänemark sechs Männer im Alter von 27 bis 35 Jahren festgenommen. Sie seien bei Razzien im Raum Aarhus und in Kopenhagen festgesetzt worden, teilte die Polizei von Ostjütland am Dienstag mit.

Im aktuellen Fall geht es um Mitgliedschaften in der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) und deren Finanzierung. Zweien der Männer wird unter anderem vorgeworfen, im Sommer 2014 nach Syrien gereist zu sein, wo sie sich vom IS anwerben lassen haben sollen. Fünf von ihnen wird zudem Terrorfinanzierung zur Last gelegt. Im Zentrum des Ganzen steht offenbar ein 29-Jähriger, der laut Polizei vier der anderen als Mittelsmänner genutzt haben soll, um Geld an IS-nahe Personen zu überweisen.

Erst im Februar waren in einem Fall mit Verbindungen nach Deutschland in Dänemark insgesamt 13 Personen bei einem Antiterroreinsatz festgenommen worden. Sechs davon sind in der vergangenen Woche aus der Untersuchungshaft wieder auf freien Fuß gekommen.

Terrorverdacht in Frankreich: Sieben Männer festgenommen

Anzeige

Derweil sind auch in Frankreich sieben Männer wegen Terrorverdachts festgenommen worden. Die Ermittler gehen von einem mutmaßlichen Netzwerk für den Versand von Geldern nach Syrien aus, ein Mann soll sich dort aufgehalten haben, wie es am Dienstag aus Justizkreisen hieß. Die Männer seien zwischen 28 und 48 Jahre alt. Sie seien in der Elsass-Metropole Straßburg und im Département Puy-de-Dôme westich von Lyon festgenommen worden, berichtete die Zeitung „Dernières nouvelles d’Alsace“.

Der französischen Nachrichtenagentur AFP zufolge stammen die Männer größtenteils aus Georgien und einer aus Russland. Sie sollen aus der tschetschenischen Gemeinschaft kommen. Gegen sie läuft nun eine Voruntersuchung wegen des Verdachts der terroristischen kriminellen Vereinigung und der Terrorfinanzierung.

Anzeige

Frankreich ist in den vergangenen Jahren immer wieder von Terroranschlägen erschüttert worden. Erst am Freitag hatte ein mutmaßlich islamistisch radikalisierter Mann aus Tunesien eine Mitarbeiterin der Polizei in einer Gemeinde bei Paris mit einem Messer getötet.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen