• Startseite
  • Politik
  • Cyberangriffe: US-Präsident Joe Biden warnt - ernst zu nehmende Kriegsgefahr

Cyberangriffe sind eine ernst zu nehmende Kriegsgefahr

  • US-Präsident Joe Biden warnt, dass Cyberangriffe in einem Krieg mit Großmächten wie China und Russland enden könnten.
  • Die Sorge ist berechtigt.
  • Und auch abseits von Kriegsgefahren stellen digitale Angriffe zunehmend eine Gefahr für Leib und Leben dar, kommentiert Felix Huesmann.
|
Anzeige
Anzeige

Berlin. Ein Computerfehler in der Sowjetunion hätte 1983 fast zum Ausbruch eines Atomkrieges geführt. Das Warnsystem der Sowjets meldete den Start mehrerer Atomraketen aus den USA. Wohl nur durch die schnelle und richtige Einschätzung des Alarms als Fehler durch den sowjetischen Oberst Stanislaw Petrow wurde ein „Gegenschlag“ verhindert.

Auch heute drohen Computer zum Ausbrechen von Kriegen zu führen. Nur sind es keine Pannen in Frühwarnsystemen, die derzeit Sorgen bereiten, sondern zunehmend gefährliche Cyberangriffe. Eine solche Attacke weitreichender Art könne in einem Krieg der USA mit einer Großmacht enden, warnte US-Präsident Joe Biden am Dienstag. Er meint damit vor allem Russland und China.

Mit digitalen und metallenen Waffen

Staaten nutzen Cyberangriffe längst zur Spionage, oder auch als Waffe zur Sabotage ihrer Feinde. Die Gefahr, dass eine staatliche Hackergruppe es einmal zu weit treibt, ist real: Was, wenn die digitale Infrastruktur eines Landes so stark getroffen wird, dass dessen Regierung den Angriff als kriegerischen Akt betrachtet? Ein Gegenschlag mit Kampfjets und Raketen und nicht nur mit digitalen Waffen ist ein bedrohliches Szenario.

Anzeige

Der globalen Sicherheit täte es gut, würden die Weltmächte sich gemeinsam auf Mäßigung einigen. In Aussicht steht das jedoch nicht.

What's up, America? Der USA-Newsletter liefert Hintergründe zu den Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Kultur ‒ jeden zweiten Dienstag.
Anzeige

Und auch abseits von Kriegsgefahren werden Cyberangriffe zunehmend zur Bedrohung: Das zeigen die sich weltweit häufenden Attacken auf Unternehmen, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen. Auch politische Institutionen, Parlamente und Parteien sind davon betroffen.

Letzten Endes also: die Demokratie. Nicht vor allem kann der Staat schützen. Letztendlich liegt es auch an den Bürgerinnen und Bürgern, an Politiker und Politikerinnen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Unternehmen, die Gefahr digitaler Angriffe ernst zu nehmen. Denn eine schützende Kette ist oft nur so stark wie ihr schwächstes Glied.

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen