Cyber-Angriff auf US-Republikaner im Wahlkampf

Das Wahlkampfkomittee der US-Republikaner ist Ziel eines Cyber-Angriffs geworden, sagt das FBI. Der Angriff geschah bereits im April, zum Beginn des Midterm-Wahlkampfs. Die Spitzen von Donald Trumps Partei wurden aber erst jetzt informiert, weil ein Nachrichtenportal recherchierte.

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Washington. Das Wahlkampfkomitee der US-Republikaner ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Es habe eine Attacke von unbekannter Stelle gegeben, bestätigte ein Sprecher des „National Republican Congressional Committee“ (NRCC) am Dienstag. Die Bundespolizei FBI sei über den Vorfall informiert worden und ermittle dazu. Zu weiteren Details wollte sich der Sprecher nicht äußern. Das NRCC war in den Wahlkampf der Republikaner für die Kongresswahlen involviert.

Der Hacker konnte mehrere Tausend heikler Mails einsehen

Das Nachrichtenportal „Politico“ berichtete, E-Mail-Konten von vier Mitarbeitern des Komitees seien gehackt und mehrere Monate lang ausgespäht worden. Der Angriff sei im April entdeckt worden, hieß es in dem Bericht weiter. Die Spitzen der republikanischen Partei seien aber erst informiert worden, nachdem „Politico“ beim NRCC nachgefragt hatte.

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Der Vorfall weckt Erinnerungen an den Hackerangriff auf E-Mail-Konten der Demokraten während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016, für den US-Geheimdienste Russland verantwortlich machen. Bei dem Angriff waren E-Mails aus dem Umfeld der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gestohlen worden, die später von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht wurden.

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Von RND/dpa

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