CSU und ADAC gegen “Spritfresser”-Vorschlag von Schulze

  • Umweltministerin Svenja Schulze blitzt mit ihrem Vorschlag für ein “Bonus-Malus-System” beim Autokauf ab.
  • CSU und ADAC lehnen einen staatlichen Eingriff beim Kauf schwerer Autos mit hohem Spritverbrauch ab.
  • Der Unionsfraktionsvize Nüßlein hat einen anderen Vorschlag.
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Berlin. Die CSU und der ADAC haben sich ablehnend gegenüber einer Bonus-Malus-Regelung bei Neufahrzeugen geäußert - die den Kauf schwerer Autos mit hohem Spritverbrauch teurer machen würde. Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein (CSU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Dieses pauschale Urteil - "große Autos sind böse, kleine Autos, aber bitte nur solche mit Elektromotor, sind gut" - bringt uns doch nicht ernsthaft weiter. Entscheidend ist, dass wir im gesamten Verkehrssektor Emissionen einsparen - mit den Fahrzeugen, die die Menschen auch kaufen, weil sie sie fahren wollen."

Der ADAC-Vizepräsident Verkehr, Gerhard Hillebrand, sagte der dpa: "Mit einem Bonus-Malus-System verbinden viele eine sehr starke Spreizung der Kfz-Steuer und hohe Belastungen für größere Fahrzeuge, wie sie auch Familien benötigen. Ich warne davor, angesichts der absehbaren CO2-Bepreisung den Bogen zu überspannen." Dies schließe eine CO2 orientierte Weiterentwicklung der Kfz-Steuer für Neufahrzeuge in gewissen Grenzen aber nicht aus.

Schulze fordert "Bonus-Malus-System"

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Umweltministerin Svenja Schulze will für mehr Klimaschutz den Kauf von "Spritfressern" teurer machen - Elektrofahrzeuge dagegen sollen günstiger werden. Die SPD-Politikerin sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie finde ein solches "Bonus-Malus-System" eine "sehr, sehr gute Idee". Dies sei auch Beschlusslage der SPD.

Nüßlein verwies auf die Förderung der Elektromobilität, die bereits auf den Weg gebracht worden sei. Zudem müssten herkömmliche Kraftstoffe durch synthetische ersetzt werden, die kaum mehr CO2 ausstoßen. "Aber da tritt Frau Schulze bisher beharrlich auf die Bremse."

RND/dpa

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