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Wie Deutschland die Impfstoffproduktion absichern und ausbauen will

  • Die Bundesregierung hat große Pläne für einen stärkeren Ausbau der Impfstoffproduktion gegen das Coronavirus in Deutschland.
  • Wirtschaftsstaatssekretär Andreas Feicht sagt, Deutschland trage auch Verantwortung in Europa und mit Blick auf die ärmeren Länder.
  • Ziel sei, dass die Bundesrepublik signifikant zur Versorgung der Weltbevölkerung beitragen kann.
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Berlin. Die Bundesregierung hat große Pläne für einen stärkeren Ausbau der Impfstoffproduktion gegen das Coronavirus in Deutschland.

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USA: Notfallzulassung für Impfstoff von Johnson & Johnson
0:57 min
Der Impfstoff von Johnson & Johnson bietet einen großen Vorteil gegenüber den anderen zugelassenen Impfstoffen.  © dpa/TNN

Wirtschaftsstaatssekretär Andreas Feicht sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir sind nicht alleine auf der Welt, wir tragen große Verantwortung in Europa und international, vor allem mit Blick auf die ärmeren Länder. Unser Ziel sind daher Impfstoffe „made in Germany“ in einer Größenordnung, die auch signifikant zur Versorgung der Weltbevölkerung beitragen kann.“

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Feicht hat die Leitung eines Staatssekretärsausschusses übernommen, dem eine neue Taskforce Impfstoffproduktion berichtet. Die Taskforce selbst wird vom Chef der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Christoph Krupp, geleitet.

Impf-Taskforce startet diesen Montag

Die Taskforce soll an diesem Montag ihr operatives Geschäft starten. Sie soll mit den betroffenen Unternehmen rechtzeitig gegensteuern, wenn Engpässe in der Impfstoff-Produktion drohen. Am schleppenden Start der Impfkampagne in Deutschland hatte es massive Kritik gegeben.

„Eine zentrale Lehre aus der Krise ist, dass wir die Produktion gerade bei Impfstoffen, medizinischen Produkten und Vorprodukten in Deutschland und Europa wieder stärken müssen“, sagte Feicht. Auch sei eine stärkere Diversifizierung in den Lieferketten notwendig, hierbei sei auch die Wirtschaft selbst gefragt.

Im Wirtschaftsministerium seien in einer ersten Phase der Corona-Krise im vergangenen Jahr Förderprogramme für die Produktion von Filtervlies und Schutzmasken aufgesetzt worden, sagte Feicht und sprach von einem großen Erfolg. „Aktuell stehen schon zusätzliche Produktionskapazitäten für mehr als 2 Milliarden Schutzmasken jährlich aus Investitionsvorhaben zur Verfügung, die das Bundeswirtschaftsministerium fördert.“

Der nächste Schritt sei nun, die Impfstoffproduktion abzusichern und auszubauen. Dies habe auch eine industriepolitische Dimension.

Impf-Taskforce hat drei Ziele

Der Staatssekretärsausschuss und die Taskforce hätten drei übergreifende Ziele, so Feicht: „Kurzfristig geht es darum, die Produktionsprozesse für Impfstoffe und Impfstoffzubehör in Deutschland so zu unterstützen, dass die erforderlichen Impfdosen für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich in diesem Jahr impfen lassen wollen, auch bereitgestellt werden können. Denn die Geschwindigkeit bei der Impfkampagne ist natürlich auch für alle Folgefragen, wie Lockerungen für die Wirtschaft, von entscheidender Bedeutung.“

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Mittelfristig gehe es darum, eine Industriestruktur in Deutschland und Europa so aufzubauen und zu verstärken, dass eine Versorgung der Bevölkerung mit Impfstoffen gewährleistet sei. „Und ebenfalls industriepolitisch geht es darum, Deutschlands Stellung bei der Erforschung und Produktion von Impfstoffen mit neuartigen Technologien wie der mRNA-Technologie noch weiter auszubauen und langfristig zu sichern.“

Der Gründer des Herstellers Biontech, Ugur Sahin, begrüßt die Einrichtung der Taskforce. Sie komme „genau zumrichtigen Zeitpunkt“, sagte er der „Bild“. „Wir wissen jetzt, welche Impfstoffe sich durchgesetzt haben.Es muss sichergestellt werden, dass die Impfstoff-Produktion nicht nur die kommenden Monate, sondern die kommenden Jahrefunktioniert“, betonte Sahin.

RND/cle/dpa

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