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Corona-Warn-App reagiert künftig empfindlicher auf Risikobegegnungen

  • Nutzer der Corona-Warn-App wundern sich, dass das Programm selten anschlägt.
  • Durch ein Update soll sie empfindlicher werden.
  • Was an der App geändert wird.
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Berlin. Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird künftig auch auf kürzere Risikobegegnungen anschlagen. Bislang informiert die App ihre Anwender, wenn sie sich zehn Minuten oder länger in der Nähe einer Person aufgehalten haben, bei der später eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. Dieser Zeitraum werde nun auf fünf Minuten verkürzt, verlautete am Montag aus Keisen der Regierung. Damit lasse sich das Infektionsrisiko bei mehrfachen kurzen Begegnungen besser erfassen.

Mehr rote Warnmeldungen

Durch die Anpassung des epidemiologischen Modells der Berechnung des Risikos werde ein leichter Anstieg der als risikoreich eingeschätzten Begegnungen, die in der App rot markiert werden, erwartet, hieß es. Außerdem werde auch die Zahl der erfassten Begegnungen mit niedrigem Risiko, die in der App grün markiert werden „moderat steigen“, verlautetet aus Regierungskreisen.

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Die Entwickler arbeiten den Angaben zufolge auch an der sogenannte Cluster-Erkennung, etwa bei einem Restaurantbesuch oder einem Kultur-Event. Dabei können sich die Anwender der App mit Hilfe eines QR-Codes bei der Lokalität oder dem Event einchecken. Dann würden auch Risiko-Begegnungen erfasst, die weiter als zwei Meter entfernt sind. Diese Funktion soll in den kommenden Wochen in die App eingebaut werden.

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Die App werde aber nicht um eine Funktionalität erweitert, mit der sich Besucher eines Restaurants oder Events mit ihren persönlichen Kontaktdaten eintragen können, wie dies in der Pandemie vorgeschrieben ist. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür lägen bundesweit nicht vor. Infektionsschutzverordnungen in manchen Bundesländern sähen ausdrücklich vor, dass diese Listen auf Papier geführt werden müssten. In anderen Bundesländern seien aber Apps wie „Luca“, „E-Guest“ oder „Darf ich rein?“ möglich und zum Teil auch bereits an die Systeme der Gesundheitsämter angeschlossen, etwa in Jena oder auf den ostfriesischen Inseln.

RND/dpa/tms

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