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  • Corona-Warn-App ausbauen: Neue Version ist nichts Halbes und nichts Ganzes

Die Corona-Warn-App sollte ausgebaut werden

  • Die Funktionserweiterung der Corona-Warn-App ist ein überfälliger Schritt.
  • Dabei ist der Abgleich mit dem Ausland und die Kompatibilität mit möglichst vielen Geräten anspruchsvoll.
  • Richtig gemacht, steckt in der App jedoch viel Potenzial, kommentiert Marc R. Hofmann.
Marc R. Hofmann
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Berlin. Am Montag ist die Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts aktualisiert worden: Endlich synchronisiert sich das Programm mit Schwesteranwendungen aus dem Ausland. Außerdem können Betroffene mit einem Symptomtagebuch zu einer besseren Risikoeinschätzung beitragen – man fragt sich, warum erst jetzt.

Die „Version 1.5“ ist auch Monate nach dem Start des App-Projekts nichts Halbes und nichts Ganzes. Was es braucht, ist eine „App 2.0“.

Aufklärungsbedarf auch aufseiten der Ärzte

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Denn ähnlich wie die unterschiedlichen Corona-Verordnungen der Länder verwirrt auch die App. Neben der Sorge in der Bevölkerung, bei der Weitergabe einer positiven Corona-Meldung doch identifiziert werden zu können, gibt es immer noch genug Arztpraxen, die bei der Untersuchung gar nicht nach dem Programm fragen.

Einige Labore können ihre Ergebnisse bis heute nicht automatisch an Infizierte weiterleiten. Und die Synchronisierung mit Apps aus dem Ausland funktioniert im Moment nur mit Italien und Irland.

Dabei könnte die Corona-Warn-App ein gutes Instrument sein, Infizierte zu informieren, Kontaktpersonen zu warnen und so dazu beizutragen, das Coronavirus kontrollierbar zu machen. Die jetzt gemachten Schritte dazu gehen in die richtige Richtung.

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Entwicklung der Corona-App ist anspruchsvoll

Sicher: Der Abgleich mit anderen Apps aus dem Ausland ist technisch und datenschutzrechtlich anspruchsvoll. Ein größerer Funktionsumfang der App ist ihrer Komptabilität mit älteren Smartphones potenziell abträglich. Dafür sollten wir Verständnis haben und bei etwaigen Problemen nicht gleich Unfähigkeit unterstellen oder Spionage wittern.

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Jetzt gilt es, Datenschutzbedenken zu überwinden, technische Probleme zu lösen und die Bevölkerung mit der Anwendung vertraut zu machen. Gelingt das, hat eine „App 2.0“ das Potenzial, den Bürgern ein hilfreicher Begleiter durch die Krise zu sein.

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