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Corona: US-Regierung will schrittweise kostenlose Impfungen einführen

  • Die US-Regierung schwört die amerikanische Bevölkerung auf einen Impfmarathon ein.
  • Anfang nächsten Jahres, vielleicht auch früher, könne schrittweise mit landesweiten Corona-Impfungen begonnen werden.
  • Der Großteil der Impfungen soll in zwei Dosen verabreicht werden.
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Washington. Die US-Regierung strebt eine schrittweise Einführung kostenloser Corona-Impfungen für alle Bürgerinnen und Bürger an. Eine Impfkampagne solle im Januar beginnen, möglicherweise auch schon früher, hieß es in einem Bericht an den Kongress und einem Leitfaden für US-Einzelstaaten, Landkreise, Gesundheitsbehörden und das Verteidigungsministerium, das die Verteilung organisieren soll. Die meisten Impfungen sollen demnach in zwei Dosen verabreicht werden, und zwar im Abstand von 21 bis 28 Tagen.

US-Regierung schwört Bevölkerung auf Impf-Marathon ein

Die US-Regierung rechnet den Angeben zufolge damit, dass Impfungen mehrerer Hersteller zugelassen werden. Sie betonte, die Impfkampagne sei kein Sprint, sondern ein Marathon. “Wir arbeiten eng mit unseren Staaten und unseren örtlichen Gesundheitspartnern zusammen, (...) um sicherzustellen, dass die Amerikaner so schnell wie möglich eine Impfung erhalten können”, sagte Gesundheitsminister Alex Azar am Mittwoch.

Die Entwicklung einer nationalen Corona-Impfstrategie sei um einiges komplexer als etwa bei einer saisonalen Grippe. Das Pentagon sei an der Verteilung des Impfstoffes beteiligt, die Impfungen selbst sollen aber von zivilen Angestellten im Gesundheitsbereich verabreicht werden.

Deutschland und USA planen Priorisierung bei Corona-Impfstoff

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Die Behörden gehen zudem davon aus, dass die Impfung der US-Bevölkerung nicht zeitgleich organisiert wird. Es könnten zunächst beispielsweise das Personal aus dem Gesundheitssektor und Menschen aus Risikogruppen Vorrang haben. Auf ein ähnliches Szenario richten sich auch die deutschen Behörden ein, betonte zuletzt auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei einer Pressekonferenz zur nationalen Impfstrategie am Dienstag.

Nur etwa die Hälfte der US-Amerikaner würde sich gegen Sars-CoV-2 impfen lassen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine AP-Umfrage vom Mai dieses Jahres, an der rund 1000 Menschen teilnahmen. Ein Großteil hat demnach Bedenken, wenn es um die Sicherheit eines Impfstoffes geht. Für den Aufbau einer Herdenimmunität müssten sich allerdings bis zu 70 Prozent der Amerikaner impfen lassen oder eine Immunität infolge einer Infektion aufgebaut haben.

RND/AP/sbu

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