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Kampf gegen Corona: Keine Bundeswehr-Panzer auf deutschen Straßen

  • Wie soll die Bundeswehr in Zeiten von Corona unterstützend tätig sein?
  • Generalinspektor Zorn betont, dass weder Panzer noch Soldaten in Deutschland patrouillieren werden.
  • Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) rechnet derweil mit einem langen Kriseneinsatz zur Bekämpfung des Coronavirus.
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Berlin. Die Bundeswehr wird im Kampf gegen das Coronavirus nicht in deutschen Städten patrouillieren. Dazu gebe es derzeit keinen Anlass, sagte Eberhard Zorn, Generalinspekteur der Bundeswehr im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in Berlin.

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Transporte von Truppen, die gesichtet würden, seien allenfalls wegen der abgebrochenen Militärübung Defender 2020 auf den Straßen zu sehen. “Es braucht sich niemand Sorgen zu machen, dass die Bundeswehr Corona-Partys auflöst”, ergänzte Zorn. Es werden - anders als in Belgien beispielsweise - keine Panzer auf den Straßen fahren.

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Kampf gegen Virus ist “ein Marathon”

CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer rechnet derweil mit einem langen Kriseneinsatz zur Bekämpfung des Coronavirus. “Uns allen muss bewusst sein, dass dieser Kampf gegen das Virus ein Marathon ist”, sagte sie. “Diese Aufgabe wird uns noch lange fordern.”

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Man werde “alles tun, was in unserer Macht steht”, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Gleichzeitig warnte die Ministerin aber auch vor zu großen Erwartungen. Sie wies unter anderem darauf hin, dass die Bundeswehr und ihre Krankenhäuser mit rund 3000 Ärzten nur ein kleiner Teil des Gesundheitssystems sind.

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7500 Bundeswehr-Lastwagen stehen parat

Die Bundeswehr unterstützt bereits jetzt die Krisenbewältigung vor allem mit der Beschaffung von medizinischem Material. Es gebe bereits jetzt 50 Anfragen zur Amtshilfe, von denen bereits 13 erfüllt würden. “In der aktuellen Situation sind schnelle Entscheidungen wichtig”, sagte Kramp-Karrenbauer. “Wir werden so lange unterstützen, wie wir gebraucht werden.”

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Denkbar sei auch, dass die Bundeswehr bei logistischen Problemen - etwa beim Aufrechterhalten von Lieferketten oder beim Transport von Lebensmitteln - einspringt, betonte die CDU-Chefin. Es stünden rund 7500 Lastwagen zur Verfügung, ergänzte General Zorn. Man sei in der Lage, schnell mit Fahrern und Fahrzeugen zu helfen.

Mehr Cyberangriffe auf die Bundeswehr

Gleichzeitig verdeutlichte Zorn noch einmal, dass derzeit Reservisten nur auf freiwilliger Basis zur Bundeswehr stoßen. Das bedeute, dass sich der Reservist oder die Reservistin das Einverständnis des Arbeitgebers einholen müssten, sagte Zorn. “Wir haben nicht den Status der Mobilmachung”, fügte er hinzu.

Die Zahl der Cyberangriffe auf die Bundeswehr ist derweil gestiegen. 5,7 Millionen solcher Angriffe seien 2019 abgewehrt worden, sagte Kramp-Karrenbauer. Die Tendenz sei steigend.

RND/cz/td/dpa

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