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  • Corona und Brexit: EU-Abgeordnete sind für längere Übergangsfrist

Wegen Corona: EU-Abgeordnete für längere Brexit-Übergangsfrist

  • Eine für Mittwoch geplante Verhandlungsrunde über ein neues Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien war aufgrund der Corona-Krise abgesagt worden.
  • Nun dringen EU-Abgeordnete auf eine längere Übergangsfrist beim Brexit.
  • Der britische Premier lehnt dies bislang aber ab.
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Essen, Berlin. EU-Abgeordnete mehrerer Parteien dringen wegen der Corona-Krise auf eine längere Übergangsfrist beim Brexit. Eine Verlängerung der bis Jahresende laufenden Übergangsfrist sollte “unter den gegebenen Umständen erneut sorgfältig in London geprüft werden”, sagte der Brexit-Beauftragte des EU-Parlaments, David McAllister (CDU), den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Der britische Premierminister Boris Johnson lehnt eine Verlängerung der Übergangsfrist bislang strikt ab.

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Die Corona-Pandemie erschwere den ohnehin ambitionierten Zeitplan, betonte McAlllister. "Auf europäischer Seite waren und sind wir bereit, die Übergangsphase bis maximal Ende 2022 zu verlängern."

Barley warnt vor unnötiger Belastung für beide Seiten

Auch die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), befürwortet einen solchen Schritt. Aktuell müssten alle Anstrengungen darauf abzielen, die Corona-Pandemie koordiniert zu bekämpfen, sagte sie den Funke-Zeitungen.

“Ein immer noch drohender harter Brexit mit chaotischen Zuständen und wirtschaftlichen Einbußen ist zum jetzigen Zeitpunkt eine unnötige Belastung für beide Seiten.” Deshalb sollte die Übergangsphase frühzeitig verlängert werden.

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Der Linken-Europaabgeordnete Martin Schirdewan nannte eine Verlängerung unausweichlich, sonst drohe zum Jahresende ein "harter Brexit". Es müsse darum gehen, die schlimmsten Folgen des britischen EU-Austritts für die Bürger abzuwenden.

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Eine für Mittwoch geplante Verhandlungsrunde über ein neues Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien war wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

RND/epd

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