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BDI-Präsident fordert Ausweitung der Testkapazitäten

BDI-Präsident Dieter Kempf fordert höhere Corona-Test-Kapazitäten.

Berlin. Industriepräsident Dieter Kempf hat Bund und Länder zu einer einheitlichen Linie in der Corona-Krise sowie zur Ausweitung von Testkapazitäten aufgefordert. Kempf sagte der Deutschen Presse-Agentur: “Bund und Länder müssen ihre Handlungsfähigkeit beweisen. Es muss eine Einigung auf einheitliche Standardmaßnahmen in den Test- und Schutzstrategien geben.” Kempf sagte außerdem: “Weniger Tests und mehr Quarantänepflichten wären die falsche Strategie für die deutsche Wirtschaft. Testkapazitäten lassen sich durch die Einbindung privater Dienstleister und neue Testmethoden deutlich ausweiten.”

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Die Ministerpräsidenten der Länder beraten am Donnerstag mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Krise. Von Land zu Land gibt es zum Teil sehr unterschiedliche Regelungen, etwa bei Bußgeldern für Maskenverweigerer. Außerdem gibt es Streit über die künftige Strategie bei Corona-Tests für Reisende.

Spahn will keine kostenlosen Corona-Tests mehr für Heimkehrer aus Urlaub

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will für Rückkehrer nach der Sommerreisesaison keine kostenlosen Tests mehr anbieten, die Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abschaffen und stattdessen stärker auf die Quarantäneregel setzen. Er verwies darauf, dass Laborkapazitäten endlich seien. Gegen die Pläne aber gibt es Widerstand unter Ländern.

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Kempf sagte, es müsse intensiver und einheitlicher getestet werden, und zwar abhängig von Risikogruppen und lokaler Betroffenheit. Außerdem komme es darauf an, Hygienekonzepte durch innovative Lösungen etwa in der Desinfektion oder Luftfilterung zu verbessern. Es sei gut, dass der Koalitionsausschuss Geld für die Umrüstung von Klimaanlagen beschlossen habe.

Auch Kempf warnt vor erneutem Lockdown

Wie andere Wirtschaftsvertreter warnte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie vor einem erneuten Lockdown. Dies würde die Unternehmen "unkalkulierbaren Risiken" aussetzen und Wertschöpfungsketten sprengen. "Ziel muss sein, wirtschaftliche Aktivität auf maximal möglichem Niveau zuzulassen. Dazu ist erforderlich, jede Einschränkung auf kleinstmögliche Cluster zu begrenzen. Größere regionale Verantwortung macht mehr Abstimmung und permanenten Erfahrungsaustausch wichtiger."

Eine sich langsam erholende Weltwirtschaft sei auf internationale Lieferketten angewiesen. "Dabei spielt der transatlantische Flugverkehr eine zentrale Rolle. Er muss durch die gegenseitige Anerkennung von Testverfahren und Hygienestandards weiter ausgebaut statt beschnitten werden."

RND/dpa

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