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  • Corona-Test per Auto? AOK fordert flächendeckende Drive-Ins - Südkorea ist Vorbild

AOK fordert flächendeckend Drive-ins für Corona-Tests

  • In Südkorea werden vergleichsweise viele Menschen auf eine Corona-Infektion getestet.
  • Dort stehen vor allem Drive-ins zur Verfügung.
  • Die AOK fordert, das Modell auch für Deutschland zu übernehmen.
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Berlin. Die AOK fordert die Ausweitung von Corona-Tests durch eine flächendeckende Einrichtung von Drive-in-Stationen. “Wir müssen angesichts der hohen Zahl von Infizierten neue Strukturen zur Durchführung der Coronavirus-Tests bei Personen mit Infektionsverdacht schaffen”, sagte der Leitende Arzt im AOK-Bundesverband, Gerhard Schillinger, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Ein gutes Konzept für die Testung sehr vieler Personen in relativ kurzer Zeit sind Drive-in-Teststationen, die es in Südkorea in großer Zahl und bei uns bisher nur vereinzelt gibt”, sagte Schillinger.

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“Diese Einrichtungen helfen auch beim effizienten Einsatz der kostbaren Schutzkleidung, da ein Schutzanzug in den Drive-ins für eine ganze Schicht und mehrere Hundert Patienten genügt”, ergänzte er. In einer Arztpraxis erfordere dagegen jeder Verdachtsfall einen neuen Schutzanzug. Zudem bestehe die Gefahr der Ansteckung anderer Patienten.

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Menschen stehen stundenlang an

Derzeit stünden in Deutschland Menschen, die sich testen lassen wollten, stundenlang in den hierfür aufgebauten Zelten vor den Kliniken mit anderen potenziell Infizierten zusammen, kritisierte Schillinger. “Oder sie finden erst gar keinen, der sie testet”, beklagte er. Schillinger fordert zudem Exit-Strategien für die bisherigen Einschränkungen im öffentlichen Leben. “Schon jetzt sollten wir über ein Konzept nachdenken, wie wir in Deutschland verhindern können, dass die Infektionswelle nach einer Lockerung wieder unvermittelt losrollt”, mahnte er. Dazu sollte sich Deutschland an Ländern wie Südkorea orientieren, wo man die Krise sogar ohne nationale Quarantäne in den Griff bekommen habe. Sinnvoll sei eine Versorgung der Bevölkerung mit Mitteln zur Händedesinfektion und mit Atemschutzmasken. “Durch diese Maßnahmen kann man die Gefahr verringern, dass Personen, die noch gar nichts von ihrer Erkrankung wissen, andere Menschen anstecken.”

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