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Deutschlandtrend: 93 Prozent für Testpflicht für Reiserückkehrer

  • Eine überwältigende Mehrheit spricht sich im aktuellen ARD-Deutschlandtrend für eine Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten aus.
  • 46 Prozent der Befragten sind für härtere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Schutzmaßnahmen.
  • Eine Mehrheit befürwortet außerdem eine Maskenpflicht an Schulen.
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Berlin. 93 Prozent der Befragten des am Donnerstag veröffentlichten ARD-“Deutschlandtrend” von Infratest Dimap sind für verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Das berichtet tagesschau.de. Die Zustimmung zu Pflicht-Tests ist demnach bei den Anhängern aller im Bundestag vertretenen Parteien hoch - bei AfD-Wählern mit 74 Prozent jedoch am geringsten. 57 Prozent sprechen sich jedoch dagegen aus, dass der Staat die Kosten für Corona-Tests von Reiserückkehrern übernimmt.

Knapp jeder Zweite ist der Umfrage zufolge außerdem für härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen. 46 Prozent sind demnach der Meinung, die derzeit bestehenden Strafen gingen alles in allem nicht weit genug. 36 Prozent halten die Strafen für ausreichend. 11 Prozent der Befragten sind der Ansicht, die Strafen gingen bereits zu weit. Das Institut Infratest dimap befragte am Dienstag und Mittwoch telefonisch 1.011 Wahlberechtigte für den ARD-“Deutschlandtrend”.

In den vergangenen Tagen war über eine Erhöhung der Bußgelder etwa bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen diskutiert worden. Nordrhein-Westfalen hatte am Mittwoch eine härtere Gangart angekündigt. In den Bundesländern gelten bei dem Thema unterschiedliche Regeln.

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Die Corona-Maßnahmen selbst halten die meisten Befragten (59 Prozent) für ausreichend. Für gut ein Viertel (28 Prozent) gehen die aktuellen Alltagseinschränkungen und Auflagen nicht weit genug, für jeden Zehnten (11 Prozent) gehen sie dagegen zu weit. Die Sorge, dass man sich selbst oder dass sich Mitglieder der Familie anstecken, ist bei 71 Prozent weniger groß oder klein. Bei 28 Prozent ist diese Sorge hingegen sehr groß oder groß. Sollte es einen Impfstoff geben, würden sich 44 Prozent auf jeden Fall und 30 Prozent wahrscheinlich impfen lassen. Je 12 Prozent würden das wahrscheinlich nicht oder auf keinen Fall tun.

Mehrheit für Maskenpflicht an Schulen

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Eine Mehrheit der Bevölkerung unterstützt der Umfrage zufolge außerdem eine Maskenpflicht an Schulen. So halten 59 Prozent der Befragten einen verpflichtenden Mund-Nasen-Schutz im Schulgebäude und auf dem Schulhof für richtig, nicht jedoch im Unterricht. Grundsätzlich gegen eine Maskenpflicht an den Schulen sind demnach 13 Prozent.

Über die Erteilung des Unterrichts in Corona-Zeiten gehen die Meinungen auseinander. Einen Unterricht durchgehend an den Schulen befürwortet der Umfrage zufolge jeder Zweite (49 Prozent). 44 Prozent sprachen sich für das Unterrichten abwechselnd an Schulen und zu Hause aus. Nur drei Prozent sind dafür, dass der Unterricht überwiegend oder durchgehend zu Hause stattfindet. Mehr als jeder Zweite (60 Prozent) hält die Schulen für die Wiederaufnahme des Betriebs nach den Sommerferien für nicht gut vorbereitet, jeder Dritte (32 Prozent) sieht die Schulen hingegen als gut vorbereitet.

RND/dpa/epd/feh

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