Corona: Söder droht mit Ausgangssperre in ganz Bayern

 Markus Söder bei der Pressekonferenz zur Kabinettssitzung zum Thema Coronavirus-Infektion und die Auswirkungen auf die bayerische Wirtschaft in der Staatskanzlei. München, 10.03.2020 *** Markus Söder at the press conference for the cabinet meeting on coronavirus infection and the effects on the Bavarian economy in the State Chancellery Munich, 10 03 2020 Foto:xS.xAdamx/xFuturexImage

Markus Söder bei der Pressekonferenz zur Kabinettssitzung zum Thema Coronavirus-Infektion und die Auswirkungen auf die bayerische Wirtschaft in der Staatskanzlei. München, 10.03.2020 *** Markus Söder at the press conference for the cabinet meeting on coronavirus infection and the effects on the Bavarian economy in the State Chancellery Munich, 10 03 2020 Foto:xS.xAdamx/xFuturexImage

München. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus droht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nun ganz konkret mit einer Ausgangssperre für den ganzen Freistaat. “Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein”, sagte Söder in einer Regierungserklärung im Landtag in München. Man werde “nicht endlos zusehen”.

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Söder sagte, es gebe Berichte, dass sich viele Menschen nicht an die Empfehlungen halten. Das schöne Wetter verführe zum Treffen mit Freunden an der Isar, im Englischen Garten, am Tegernsee oder an vergleichbaren Orte in Bayern. Es liege aber an jedem einzelnen, seinen Beitrag zu leisten.

Söder droht mit bayernweiter Ausgangssperre

"Wir dürfen kein zweites Heinsberg oder Ischgl zulassen", sagte der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Donnerstag in einer Regierungserklärung.

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Söder rief explizit auch dazu auf, auf wechselseitige Einladungen von Kindern zu verzichten. Mit scharfen Worten kritisierte er unter anderem sogenannte “Corona-Partys”.

Hier geht es um Leben und Tod.

Markus Söder

Söder mahnte, im Kampf gegen die Krise müsse man soziale Kontakte ausdünnen und das öffentliche Leben herunterfahren. Nur dann könne das Gesundheitssystem den bevorstehenden Stresstest bestehen. "Hier geht es um Leben und Tod."

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Die erste Ausgangssperre in Bayern gilt seit Mittwoch in der oberpfälzischen Kleinstadt Mitterteich (Landkreis Tirschenreuth). Der Grund: Die stark steigende Zahl an Coronavirus-Infizierten dort.

Zur Eindämmung des Coronavirus sollen nun auch im Landkreis Wunsiedel Ausgangssperren erlassen werden, kündigte Söder an. Auch dort gebe es hohe Fallzahlen. Bayern wolle in keiner Kommune eine Ausbreitungslage wie etwa im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen oder im österreichischen Ischgl, betonte Söder.

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Seit Wochenbeginn waren in Bayern täglich neue Auflagen und Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Kraft getreten. Seit Montag haben alle Schulen, Kindergärten und Kitas zu. Am Dienstag mussten alle Freizeiteinrichtungen wie Kinos, Bars, Schwimmbäder, Theater, Clubs und ähnliches schließen, auch Sport- und Spielplätze wurden gesperrt.

Und seit Mittwoch müssen Ladengeschäfte geschlossen bleiben. Ausgenommen sind der Lebensmittelhandel und eine Reihe weiterer Geschäfte, die für die Grundversorgung wichtig sind.

2282 Menschen mit dem Coronavirus infiziert worden

Seit Mittwoch dürfen zudem nur noch Speiselokale und Betriebskantinen öffnen sowie Betriebe, in denen überwiegend Speisen angeboten werden - und alle nur noch von 6.00 bis 15.00 Uhr. Veranstaltungen aller Art außer im privaten Bereich sind inzwischen komplett verboten.

Insgesamt gab sind in Bayern bis Donnerstagmorgen laut Söder bereits 2282 Menschen mit dem Coronavirus infiziert worden und in der Folge zehn Menschen daran gestorben.

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RND/dpa

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