• Startseite
  • Politik
  • Corona: Sebastian Kurz bemängelt fehlende Solidarität in Europa

Kurz über Europa: Wenn es ernst wird, funktioniert Solidarität nicht

  • Etliche europäische Länder haben Einreisestopps verhängt – teils ohne Absprache mit den Nachbarstaaten.
  • Nun beklagt Österreichs Bundeskanzler Kurz die fehlende Solidarität in Europa.
  • Bis die Corona-Krise vorbei sei, werde es noch lange dauern.
Anzeige
Anzeige

Wien. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat angesichts der Coronavirus-Pandemie fehlende Solidarität in Europa beklagt. “In Europa sieht man, dass die Solidarität, wenn es ernst wird, nicht funktioniert”, sagte Kurz in einem Interview von “krone.tv”, das am Mittwoch online gestellt wurde. “Das wird auch dazu führen, dass viele Diskussionen nach der Krise stattfinden werden müssen”, ergänzte Kurz.

+++Immer aktuell: Hier geht’s zum Coronaticker+++

Der 33-Jährige Bundeskanzler betonte, dass die Auswirkungen des Coronavirus die Gesellschaft noch Monate beschäftigen werden. “Danach wird die Welt auch anders aussehen. Das wird große Auswirkungen haben auf die Frage, wie wir miteinander umgehen, wie wir leben, wie vorsichtig wir sind - aber auch die Globalisierung wird in vielen Bereichen hinterfragt werden”, sagte Kurz.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige
Video
Europa bleibt daheim: menschenleere Straßen, geschlossene Grenzen
2:17 min
In Frankreich aber waren die Menschen am Sonntag aufgerufen, an den Kommunalwahlen teilzunehmen.  © Reuters

Kurz: Normalbetrieb noch “sehr sehr lange” hin

Die schwarz-grüne Regierung in der Alpenrepublik versucht mit drastischen Maßnahmen, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Kurz sieht Österreich diesbezüglich als Vorreiter. “Viele andere europäische Länder folgen uns jetzt. Die Deutschen diskutieren noch, aber auch die Franzosen, die Spanier, andere Länder haben ähnlich harte Maßnahmen gesetzt und das ist gut so.”

Bei den Österreichern bedankte er sich, dass sie die Einschränkungen im Alltag mittragen. "Unsere Vorstellungen sind übertroffen worden, wie stark sich die Österreicher dran halten." Kurz machte aber auch klar, dass es bis zum Normalbetrieb in der Alpenrepublik noch "sehr sehr lange" dauern werde.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen