Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Ab Dezember: Schweden führt Corona-Pass für Großveranstaltungen ein

Schwedens Sozialministerin Lena Hallengren (l.) und Kulturministerin Amanda Lind haben am Mittwoch über die Einführung eines Corona-Passes für Großveranstaltungen in Innenräumen informiert.

Oslo/Stockholm.Angesichts allgemein steigender Corona-Infektionszahlen führt auch Schweden für öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 100 Personen in Innenräumen ein digitales Impfzertifikat ein. Das seien schlechte Nachrichten, „wir wollen alle, dass die Pandemie vorbei ist“, sagte Sozialministerin Lena Hallengren am Mittwoch. Das Zertifikat werde zum 1. Dezember eingeführt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Kulturministerin Amanda Lind sagte, das Vorzeigen eines Impfzertifikats werde nicht vorgeschrieben. Wer aber keines vorlege, müsse bestimmte Einschränkungen befolgen. Welche das sind, würden die Organisatoren der jeweiligen Veranstaltung festlegen. Der Schritt sei nötig, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, sagte die Leiterin der Behörde für öffentliche Gesundheit, Karin Tegmark Wisell. Für den Besuch von Restaurants sei das Zertifikat vorerst nicht nötig.

In Schweden sind nach offiziellen Angaben 81,7 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren vollständig geimpft. Das Land hat in der Pandemie bislang auf Lockdowns verzichtet und auf verantwortliches Verhalten der Bürger gesetzt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Corona-Lage verschärft sich in Skandinavien

In den skandinavischen Ländern steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter. Nach Angaben des norwegischen Gesundheitsinstituts Folkehelseinstitutt wurden in der letzten Woche 20 Prozent mehr Fälle registriert als in der Vorwoche. Die Reproduktionszahl wird auf 1,3 geschätzt.

In der nordnorwegischen Stadt Tromsø lag die Inzidenz bei 635 Fällen per 100.000 Einwohner. Der Bürgermeister kündigte am Mittwoch an, dass die Bürger sich darauf vorbereiten müssten, schon bald einen Coronapass vorzeigen zu müssen, wenn sie Restaurants und Veranstaltungen besuchen wollen. Der Pass belegt eine Impfung, Genesung oder einen negativen Corona-Test.

Dänemark erreichte am Mittwoch mit 3907 registrierten Fällen die höchste Anzahl täglicher Neuinfektionen in diesem Jahr. Um Nachtclubs, Cafés oder Partybusse betreten und in Restaurants im Innenraum sitzen zu können, muss seit dem 12. November wieder ein digitaler Corona-Pass vorgezeigt werden.

RND/AP/dpa/jst

Mehr aus Politik

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.