• Startseite
  • Politik
  • Corona-Schutzmasken: Laut Gesundheitsministerium keine Probleme bei Auslieferung

Ministerium: Keine Probleme bei Schutzmasken-Auslieferung

  • Seit März hat das Gesundheitsministerium laut eigenen Angaben seit März über 500 Schutzmasken beschafft.
  • Berichte über Probleme bei der Auslieferung wies das Ministerium nun zurück.
  • Kassenärztliche Vereinigungen und Länder seien bislang mit etwa 400 Millionen Masken versorgt worden.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Das Bundesgesundheitsministerium hat Berichte über Verzögerungen bei der Auslieferung von Schutzausrüstung in der Corona-Krise zurückgewiesen.

Falls Ärzte über Ausrüstungsmängel klagten, liege das nicht an fehlenden Lieferungen des Ministeriums, teilte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit. Kassenärztliche Vereinigungen und Länder seien durch das Ministerium bislang mit etwa 400 Millionen Masken versorgt worden.

“Einige haben deshalb bereits darum gebeten, die Maskenlieferungen zu stoppen.” Für die Auslieferung an Praxen und Krankenhäuser seien Länder und Kassenärztliche Vereinigungen verantwortlich.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige
Video
RKI startet Corona-Studie in Kupferzell
2:31 min
Das Robert-Koch-Institut beginnt mit einer Studie zu dem Coronavirus im Corona-Hotspot Kupferzell.  © Reuters

Aufwendige Qualitätsprüfung

Seit Anfang März hat der Bund nach Angaben des Ministeriums mehr als 500 Millionen Schutzmasken und 100 Millionen Einmalhandschuhe beschafft. Knapp 130 Millionen Schutzmasken befänden sich "in der Qualitätskontrolle". Es habe sich gezeigt, dass etwa 20 Prozent, also ein Fünftel der gelieferten Ware, mangelhaft gewesen sei, weswegen es einen "sorgfältigen, dreistufigen Qualitätssicherungsprozess" gebe. "Dieser Prozess ist sehr zeitintensiv, aber zwingend erforderlich."

Logistische Probleme gebe es bei der Auszahlung an die Lieferanten der Ausrüstung, hieß es weiter - "weitgehend infolge der notwendigen Mengen-, vor allem aber der Qualitätsprüfung der angelieferten Waren". Häufig fehlten auch Lieferscheine, TÜV-Protokolle oder die Rechnungen seien fehlerhaft. Der Bund zahle aber nach einer Mengenkontrolle bis zur Hälfte des vereinbarten Preises. "Wenn das Ergebnis der Qualitätskontrolle vorliegt, wird der restliche Betrag überwiesen." Die genaue Zahl der Lieferanten, bei denen es zu Auszahlungsverzögerungen kam, könne derzeit nicht genannt werden.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen