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  • Corona: Schüler nach monatelangen Schulschließungen nicht überfordern - davor warnt die GEW

GEW-Vorsitzende: Schüler nach Corona-Pause nicht überfordern

  • Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnt davor, Schüler nach der monatelangen Schulschließung zu überfordern.
  • Klassenarbeiten und Leistungsprüfungen dürften jetzt nicht im Vordergrund stehen, so die Bundesvorsitzende Maike Finnern.
  • Der Stoff müsse nach und nach aufgeholt werden.
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München. Die Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, warnt nach den monatelangen coronabedingten Schulschließungen davor, nun die Schüler zu überfordern. „Es kann nicht im Vordergrund stehen, jetzt Klassenarbeiten zu schreiben und Leistungs-Überprüfungen abzunehmen“, sagte sie im Interview mit Bayern2 am Freitag.

Natürlich müsse auch Stoff nachgeholt werden, aber das könne nicht Ziel der ersten zwei, drei Wochen sein, mahnte Finnern. Man müsse vielmehr im Blick haben, wie die Kinder und Jugendlichen diese Zeit überstanden hätten. Auch von Nachhilfe-Stunden in den Sommerferien hält sie wenig. „Ich glaube, dass Kinder und Jugendliche gerade auch in diesen Sommerferien Auszeiten brauchen.“

Im kommenden Schuljahr rechnet Finnern nicht mehr mit monatelangen Schulschließungen. Man könne es zwar nicht ganz ausschließen, „wir haben aber eine etwas andere Situation als im letzten Jahr“. Die Bereitschaft bei den Beschäftigten in den Schulen, sich impfen zu lassen, sei enorm hoch.

Dennoch brauche es weiterhin mehr Unterstützung für die Ausstattung der Klassenräume. „Es ist das größte Problem, dass wir es 15 Monate nach Beginn der Pandemie immer noch nicht geschafft haben, Schulen zum Beispiel mit Luftfiltern auszurüsten.“ Dies könnten Kommunen und Schulträger finanziell nicht allein stemmen.

RND/epd

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