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Schüler fordern eine Milliarde Euro mehr für Luftfilter

  • Die Bundesschülerkonferenz kritisiert, die Politik habe die Sommerferien nicht genutzt, um das neue Schuljahr gut vorzubereiten.
  • In einem Forderungskatalog verlangen die Schülervertreter unter anderem mehr Geld für Luftfilter.
  • Und das ist nicht der einzige dringende Wunsch, den das Gremium und Generalsekretär Dario Schramm formulieren.
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Berlin. Die Bundesschülerkonferenz fordert eine Milliarde Euro zusätzlich für Luftfilter und dringt auf flächendeckende Impfangebote in den Schulen.

„Der Bund hat bislang ein Hilfspaket von 200 Millionen Euro für Luftfilter verabschiedet, diese Rechnung geht bei Weitem nicht auf”, sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Wir fordern daher eine Milliarde Euro zusätzlich für die Anschaffung von Filtern.” Der Bund solle die Mehrheit der Kosten hierbei tragen, um die Kommunen zu entlasten.

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Damit Schülerinnen und Schüler möglichst schnell wieder in den Normalzustand an Schulen zurückkehren könnten, sei es unerlässlich, unkomplizierte Impfangebote für diese zu schaffen, heißt es zudem in einem Forderungskatalog der Bundesschülerkonferenz zum neuen Schuljahr, der dem RND vorliegt.

„Damit dies besser umgesetzt werden kann, sprechen wir uns für das Schaffen von zusätzlichen flächendeckenden Impfangeboten an Schulen aus, die von impfwilligen Schülerinnen und Schülern wahrgenommen werden können”, schreiben die Schülervertreter.

Schramm erläuterte, mittlerweile gebe es die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, Kinder ab zwölf Jahren zu impfen. Er spreche sich daher für Impfmobile und ähnliche Angebote an den Schulen aus. Notwendig sei auch eine deutliche Ausweitung der Aufklärungs- und Informationskampagnen innerhalb der Schulen. „Wir erleben noch immer viele Falschinformationen in diesem Bereich, die durch entsprechende Bildung ausgeräumt werden könnten”, sagte Schramm.

In ihrem Forderungskatalog heben die Schüler die Bedeutung des Präsenzunterrichts hervor. Antigen-Schnelltests hätten sich im vergangenen Schuljahr als das wichtigste Mittel erwiesen, um ihn sicherzustellen und gleichzeitig Infektionsketten zu unterbrechen. „Testungen sind noch immer der Schlüssel zu einem sichereren Unterricht, wir fordern daher die Fortführung der Testpflicht für Schüler, die nicht geimpft oder genesen sind”, sagte Schramm.

„Dabei müssen die Schüler mindestens zwei Mal pro Woche getestet werden”, ergänzte er. „Geimpften und Genesenen muss dieses Angebot ebenfalls weiter freiwillig angeboten werden.”

Schramm forderte, es müsse jetzt schnell gehandelt werden, um die Schulen besser auf die Herausforderungen im neuen Schuljahr einzustellen. „Die Sommerferien wurden mal wieder nicht für die Vorbereitung von Schulen und deren Infrastruktur genutzt”, sagte er. Die Bundesschülerkonferenz schaue deshalb mit großer Sorge auf das nun gestartete Schuljahr.

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