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GroKo einigt sich: Corona-Schnelltests ab Herbst nicht mehr generell kostenlos

  • Die Parteien der Großen Koalition sind sich einig.
  • Corona-Schnelltests sollen ab Herbst nicht mehr generell kostenlos sein.
  • Die Koalition will damit indirekt den Druck erhöhen, dass sich Menschen impfen lassen.
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Berlin. Die Große Koalition hat sich grundsätzlich darauf verständigt, dass Corona-Schnelltests ab Herbst nicht mehr generell kostenlos angeboten werden. Es sei nicht mehr die Frage, dass „Bürgertests“ in absehbarer Zeit selbst bezahlt werden müssten, sondern ab wann und für wen das dann gelten werde, hieß es am Samstag in Koalitionskreisen. Die Gespräche dazu in der Koalition seien noch nicht abgeschlossen.

Unstrittig sei, dass die Neufassung der Testverordnung erst wirksam werde, wenn alle, die sich impfen lassen können, ein Impfangebot erhalten hätten – auch für die Zweitimpfung. Klar sei auch, dass die Tests für Jugendliche bis 18 und für Menschen, für die aus medizinischen Gründen eine Impfung nicht in Frage kommt, kostenfrei blieben.

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Die Koalition will damit indirekt den Druck erhöhen, dass sich Menschen impfen lassen. Denn bisher erlauben die sogenannten Bürgertests in vielen Situationen eine Gleichstellung von Ungeimpften mit Geimpften und Genesenen. Die Tests werden derzeit vom Staat mit 11,50 Euro vergütet. Auf Kosten in dieser Größenordnung müssen sich Ungeimpfte einstellen, wenn sie einen Test benötigen.

In den vergangenen Tagen hatten bereits zahlreiche Bundes- und Landespolitiker die Abschaffung der kostenlosen Tests gefordert, zum Beispiel SPD-Kanzlerkandidat und Finanzminister Olaf Scholz, Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Innenminister Horst Seehofer (CSU) sprach sich allerdings dagegen aus. Er argumentierte, bei Abschaffung der kostenlosen Tests würden sich weniger Menschen testen lassen, weshalb es zu einem versteckten Infektionsgeschehen kommen könne.

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