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NRW-Minister Laumann sieht keinen Grund für weitere Reiseverbote

  • Zumindest für die EU könnte die geltende Corona-Reisewarnung bald aufgehoben werden.
  • NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sieht generell “keinen Grund, den Menschen das Reisen weiterhin zu verbieten”.
  • Angesichts sinkender Infektionszahlen seien die Risiken durch mehr Reisen vertretbar.
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Düsseldorf. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sieht angesichts der sinkenden Corona-Infektionszahlen “keinen Grund, den Menschen das Reisen weiterhin zu verbieten”. Der Zeitung “Die Welt” sagte der Minister: “Wenn mehr gereist wird, gibt es mehr Risiken. Aber man kann es gut verantworten.” Wenn weiter Fortschritte gemacht würden, werde die Lage “in ein paar Wochen” hoffentlich noch besser sein.

“Auch wenn nach wie vor Vorsicht geboten ist: Wir befinden uns aktuell in einer entspannten Situation”, sagte der Minister. Es gebe viele Kreise in Nordrhein-Westfalen und anderswo in Deutschland, die derzeit nicht einmal mehr eine Neuinfektion pro Tag aufwiesen. Das eröffne die Möglichkeit, die Einschnitte Schritt für Schritt zurückzunehmen.

Erfolge im Kampf gegen das Virus betonte auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Seit dem 20. April habe sich die Zahl der Neuinfektionen im Land mehr als halbiert, sagte Laschet am Freitag in Düsseldorf. Zuletzt habe sie im Sieben-Tage-Durchschnitt bei 144 Neuinfektionen pro Tag gelegen. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen habe sich von rund 620 am 20. April auf 169 Patienten am 21. Mai reduziert. Die für Corona-Patienten reservierte Bettenzahl werde dennoch weiter erhöht bleiben, um für eine mögliche zweite Corona-Welle gewappnet zu sein.

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Ob es eine solche zweite Corona-Infektionswelle geben werde, wie Virologen es sagten, sei “Spekulation”, sagte Gesundheitsminister Laumann der “Welt”. Man könne eine zweite Welle nicht ausschließen, “aber wir bereiten uns so gut wie möglich vor.” So werde NRW etwa ein Lager für Schutzbekleidung und Masken anlegen.

Schutzmaske werde Teil des öffentlichen Lebens bleiben

Bestimmte Einschränkungen würden aber noch lange bleiben, sagte Laumann weiter. So werde die Schutzmaske "Bestandteil des öffentlichen Lebens" bleiben, bis es einen Impfstoff gebe. Und das werde mindestens noch ein Jahr dauern.

Bei den Beratungen innerhalb der Europäischen Union zum Abbau der Reisebeschränkungen vor den Sommerferien hatte es in den vergangenen Tagen erste Fortschritte gegeben. Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte sich zuversichtlich, dass die weltweite Reisewarnung nach dem 14. Juni zumindest für die Europäische Union aufgehoben werden könne.

RND/dpa

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