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Corona-Regeln: Was gilt für uns alle? Was schreibt mein Bundesland vor?

  • Wie in anderen europäischen Ländern gelten in den deutschen Bundesländern verschiedene Lockerungen von Corona-Einschränkungen.
  • Es gibt einheitliche Regelungen, wie etwa die Maskenpflicht beim Einkauf - und regional unterschiedliche Bestimmungen.
  • Lesen Sie hier, was in den einzelnen Ländern erlaubt ist - und was nicht.
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Berlin. Nach Wochen der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie greifen inzwischen einige Änderungen in den Bundesländern: Die Schulen öffnen langsam wieder, Masken wurden zur Pflicht, Busse und Bahnen bereiteten sich auf mehr Fahrgäste vor. Was in ganz Deutschland oder in Ihrem Bundesland bereits gilt und was nun gelockert wird, im Überblick:

Corona-Regeln bundesweit

  • Kontaktbeschränkungen: Die geltenden Regeln im öffentlichen Leben bleiben vorerst bis 5. Juni bestehen. Künftig dürfen sich jedoch auch Angehörige von zwei Haushalten treffen.
  • Kitas und Schulen: Jeder Schüler und jedes Vorschulkind soll vor dem Sommer möglichst noch mindestens einmal in die Schule oder in die Kita gehen. Die Einzelheiten regeln die Länder. Vereinbart wurde, dass die Notbetreuung in den Kitas spätestens ab dem 11. Mai überall ausgeweitet werden soll.
  • Besuchsregeln: Für Kliniken, Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen werden die Einschränkungen der Besuchsregeln bundesweit gelockert. Demnach soll jedem Patienten oder Bewohner wiederkehrender Besuch durch eine bestimmte Person ermöglicht werden.
  • Gastronomie: Die Bundesländer sollen bei schrittweisen Öffnungen in eigener Verantwortung vorgehen - vor dem Hintergrund des jeweiligen Infektionsgeschehens sowie landesspezifischer Besonderheiten.
  • Handel/Einkauf: Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen - ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.
  • Sport: Bund und Länder wollen den Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wieder erlauben. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von 1,5 bis 2 Metern gewährleistet und der Sport kontaktfrei ausgeübt werden.
  • Bundesliga: Die Fußball-Bundesliga darf die unterbrochene Saison ab der zweiten Mai-Hälfte mit Geisterspielen fortsetzen.
  • Die Notbremse: Die Bundesländer übernehmen die Verantwortung für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Sie müssen aber sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt wird.
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Corona-Regeln in Bayern

Alle Geschäfte, Museen und Zoos dürfen öffnen. Diejenigen Schüler, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen oder die vierte Klasse besuchen, dürfen - oder müssen - zudem zurück an die Schulen.

Ein normaler Schulalltag ist aber noch nicht in Sicht: Der Corona-Fahrplan der Staatsregierung sieht vor, dass in aller Regel ein wöchentlicher Wechsel zwischen Präsenzunterricht in der Schule und Unterricht zu Hause stattfindet.

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Ab Montag dürfen auch größere Läden mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche öffnen und Dienstleister wie Nagel- und Kosmetikstudios oder Fahrschulen den Betrieb wieder aufnehmen. Solange sich Kunden und Betriebe an Maskenpflicht, Hygiene- und Abstandsregeln halten, kann also nach Herzenslust geshoppt werden.

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Bei Museen etwa sollten sich Besucher vorher über die Öffnungszeiten informieren, denn viele Museen haben montags regulär zu. Das Haus der Kunst und das Deutsche Museum beispielsweise aber haben ab Montag geöffnet.

Tickets sollte man in der Regel vorher online kaufen. Das gilt zum Beispiel auch für einen geplanten Besuch im Zoo. Denn überall wird nur eine bestimmte Anzahl an Menschen reingelassen.

Corona-Regeln in Baden-Württemberg

Sonnenstudios dürfen wieder öffnen, Sport im Freien wie Golf und Tennis ist wieder möglich, Fahrschulen können wieder Unterricht anbieten: Die von der Regierung beschlossene Neufassung der Corona-Verordnung sieht unter anderem vor, dass von Montag an der Aufenthalt draußen auch mit Angehörigen eines weiteren Haushalts gestattet ist. Bislang mussten Angehörige eines Haushalts unter sich bleiben. In privaten Räumen sind nun auch Treffen mit Geschwistern und deren Familien sowie Personen aus einem weiteren Haushalt möglich.

Zudem dürfen von Montag an unter anderem auch Sonnen-, Kosmetik- und Tattoo-Studios, Spielhallen, Fahrschulen sowie Tennis- oder Golfplätze wieder öffnen. Weitere Lockerungen werde es vom 18. Mai an unter anderem für Gaststätten sowie nach Pfingsten geben. Die geplanten Lockerungen nach Pfingsten sollen laut Regierung unter anderem Fitnessstudios, Tanzschulen, Kletterhallen sowie andere Indoor-Sporthallen betreffen.

In Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen im Südwesten sind vom 18. Mai an wieder Besuche erlaubt, teilte Gesundheits- und Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Samstag mit.

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Corona-Regeln in Berlin

Auch in der Hauptstadt dürfen Friseure, Museen, Bibliotheken, Genkstätten, Galerien und Spielplätze wieder öffnen. Zoos und Tierparks empfangen bereits wieder Besucher. Die Theater Berlins bleiben noch bis zum 31. Juli geschlossen.

Restaurants und Gaststätten können am 15. Mai mit Auflagen öffnen, Hotels am 25. Mai.

Corona-Regeln in Brandenburg

Am Wochenende konnten Brandenburger nach wochenlanger Pause wieder erstmals ihre Angehörigen in Alten- und Pflegeheimen besuchen. Erstmals nach mehreren Wochen feierten am Sonntag zudem viele Kirchengemeinden wieder Gottesdienste - mit den erforderlichern Abstandsregelungen. In Potsdam kamen Gemeinden auch im Freien zusammen.

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Gute Nachricht gibt es auch für die Jüngsten: Die Zeit, wo ihnen der Zugang zum Spielplatz versperrt blieb, ist vorbei. Seit Samstag stehen landesweit wieder Klettergerüste, Schaukeln, Wippen und Sandkästen für Kinder bereit. In Kaufhäusern und Möbelmärkten mit über 800 Quadratmetern Verkaufsfläche dürfen nun Kunden wieder bedient werden.

Eine Öffnung von Kinos und Jahrmärkten ist nach Angaben von Innenminister Michael Stübgen (CDU) noch nicht vorgesehen. Man habe Bedenken, dass sich hier die Infektionen zu schnell ausbreiten könnten, sagte er im rbb-Inforadio am Samstag.

Corona-Regeln in Bremen

Auch in Bremen dürfen Spielplätze wieder öffnen. Ebenso dürfen Gottesdienste und Gebets-Veranstaltungen wieder stattfinden und Zoos, Museen, Gedenkstätten und Ausstellungen wieder öffnen. Mit einem reduzierten Stundenplan und verkleinerten Klassen sollen vom 18. Mai an alle Grundschüler wieder am Unterricht teilnehmen. Restaurants sollen am 11. Mai öffnen.

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Chronologie des Coronavirus
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Der Beginn des verheerenden Coronavirus war vermutlich ein Tiermarkt in Wuhan/China. In nur wenigen Wochen erreichte das Virus auch Europa.  © RND

Corona-Regeln in Hamburg

Die Spielplätze in Hamburg sind bereits wieder geöffnet. Seit dem 6. Mai dürfen die Spielplätze der Stadt wieder genutzt werden - von Kindern unter sieben Jahren aber nur in Begleitung von Erwachsenen. Die Abstandsregeln müssten von Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren eingehalten werden, eine Maskenpflicht gebe es aber nicht. Erlaubt sei das Spielen zwischen 7 Uhr morgens und 20 Uhr abends. An die Regeln müssten sich auch private Spielplätze halten.

Museen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten dürfen ebenfalls seit dem 6. Mai wieder geöffnet. Gottesdienste sind ebenfalls wieder möglich. Auch kontaktlose Einzelsportarten wie Leichtathletik, Tennis oder Golf sind wieder erlaubt. Die Gastronomie soll noch im Mai wieder anlaufen können, die Außengastronomie wohl deutlich früher als die Innengastronomie.

Corona-Regeln in Hessen

Seit Samstag besteht die Möglichkeit, familiäre Betreuungsgemeinschaften aus bis zu drei Familien zu bilden. In einem ersten Schritt erweitert Hessen ab dem 11. Mai die Berechtigungen zur Teilnahme an der Notbetreuung. Vom 2. Juni an sollen die Kindertagesstätten im eingeschränkten Regelbetrieb wieder für alle Kinder öffnen.

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Auch für große Läden ist nun wieder Geschäftsbetrieb möglich. Die Verkaufsflächenbegrenzung von 800 Quadratmeter im Einzelhandel besteht seit Samstag nicht mehr. Stattdessen gilt die Regel: ein Kunde pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche. Es wird wieder mehr Leben in Hessens Einkaufszonen kommen.

Essen ausliefern oder abholen lassen war seit dem Lockdown erlaubt geblieben, Essen und Trinken in Restaurants und anderen Gaststätten durften die Menschen aber nicht mehr. Das ist nun ab dem kommenden Freitag (15. Mai) wieder möglich - unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen. Als Faustregel gilt ein Gast pro fünf Quadratmeter. Spielhallen, Casinos und Wettbüros dürfen vom kommenden Freitag (15. Mai) an ebenfalls wieder aufmachen.

Auch Freizeitsport ist wieder möglich, wenn er kontaktfrei und mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen einzelnen Menschen ausgeübt werden kann. Der Landessportbund geht allerdings davon aus, dass die meisten Vereine nicht sofort wieder starten werden.

Corona-Regeln in Mecklenburg-Vorpommern

Vom 18. Mai an sind Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder nutzbar - zunächst aber nur für Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns. Zum 25. Mai soll dann das seit Mitte März geltende Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben werden. Damit ist Urlaub an der Ostsee oder in der Mecklenburgischen Seenplatte wieder für alle Bundesbürger möglich. Hotels und Pensionen ist vorerst nur die Vermietung von maximal 60 Prozent ihrer Bettenkapazitäten erlaubt.

Für den Handel, der seit dem 20. April wieder umfassend geöffnet hat, fällt die Obergrenze für die genutzte Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern weg. Die Betreiber der Geschäfte sind aber weiterhin verpflichtet, Hygieneauflagen zu erfüllen und nur einen Kunden je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche einzulassen.

Strandkörbe dürfen vom 11. Mai an wieder vermietet werden und auch Fahrradverleiher dürfen wieder öffnen. Charterboote und Ausflugsschiffe können vom 18. Mai an wieder in See stechen. Die Zoos im Land sind inzwischen wieder vollständig geöffnet. Sportanlagen im Freien dürfen genutzt werden, allerdings unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln, auch Vereinstraining ist wieder möglich. Spielplätze sind ebenfalls wieder offen. Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten dürfen vom 11. Mai an öffnen. Hallenbäder, Tanzschulen und Fitness-Studios sollen zunächst bis Mitte Juni geschlossen bleiben.

Vom 14. Mai an sollen alle Schüler schrittweise in die Schule zurückkehren können. Wegen der Hygiene- und Abstandsregeln ist bis zu den Sommerferien für jeden Schüler aber jeweils nur ein Präsenztag pro Woche in kleinerer Gruppe und ein Konsultationstag geplant. Ziel ist, dass Grundschüler mindestens vier Stunden Unterricht pro Woche erhalten und Schüler an weiterführenden Schulen jeweils sechs Stunden.

Corona-Regeln in Niedersachsen

In Niedersachsen werden von Montag an die Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie weiter gelockert. Im Zentrum stehen dabei weitere Öffnungen in Schulen und der Gastronomie sowie die Ausweitung der Kindernotbetreuung.

In den Schulen kommen ab dem 11. Mai mit den zwölften Klassen weitere Jugendliche hinzu. Auch die berufsbildenden Schulen nehmen weitere Schüler auf. Kindertagesstätten können in der Notbetreuung von Montag an bis zu 13 Kinder über drei Jahren pro Gruppe betreuen. Bei den Notgruppen für Krippenkinder sind es acht und in Hortgruppen bis zu zehn Kinder.

Restaurants, Gaststätten und Cafés dürfen unter strengen Hygieneauflagen wieder einen Vor-Ort-Verzehr anbieten. Dabei dürfen sich künftig Personen aus zwei Haushalten treffen. Auch Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder an Gäste vermieten, allerdings nur mit einer Mindestbelegung von sieben Tagen. Im Handel dürfen alle Geschäfte unabhängig von ihrer Größe wieder öffnen. Auch Kosmetikstudios, Massagepraxen und Fahrschulen können ihre Dienste wieder anbieten.

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Kurz erklärt: Die Maskenpflicht in Deutschland
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Wo muss ich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und was bewirkt diese? Wir zeigen, was bei der Maskenpflicht zu beachten ist.  © RND

In der Öffentlichkeit muss allerdings grundsätzlich weiterhin ein Mindestabstand von anderthalb Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Auch die Mundschutzpflicht gilt weiter. Angebote für Bläser und Chöre sind weiterhin nicht erlaubt. Beerdigungen sind auf 20 Teilnehmer beschränkt.

In den Pflegeheimen könne das geplante Einzelbesuchsrecht vorerst noch nicht umgesetzt werden, hieß es. In den meisten Heimen fehlten dafür noch Hygienekonzepte.

Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen

Der Corona-Alltag für die Menschen in Nordrhein-Westfalen wird von Montag an wieder etwas leichter. Viele Beschränkungen etwa für gastronomische Betriebe, Geschäfte und im Sport werden gelockert. Es gelten aber strenge Hygiene-Vorschriften, der Mindestabstand von 1,5 Metern und weitgehend Maskenpflicht.

Auch die Kontaktbeschränkungen werden gelockert. So dürfen sich ab Montag Angehörige aus zwei Haushalten wieder treffen. Restaurants, Cafés und Kneipen mit Sitzplätzen dürfen im Innen- und Außenbereich öffnen. Traurige Ausnahme ist der Kreis Coesfeld: Wegen hoher Neuinfektionszahlen nach dem Corona-Ausbruch in einem Fleischbetrieb wurden dort die Lockerungen größtenteils um eine Woche verschoben. Das gilt nicht für Schulen und Kitas.

In die Schulen im Land kommt wieder mehr Leben: In den Grundschulen sollen ab Montag alle vier Jahrgänge in einem rollierenden System tageweise unterrichtet werden. Auch an weiterführenden Schulen kehren mehrere Jahrgänge zurück - wie etwa die Jugendlichen an Gymnasien und Gesamtschulen, die im nächsten Schuljahr 2020/21 ihr Abitur ablegen.

Unabhängig von ihrer Größe dürfen alle Geschäfte unter Auflagen zu Abstands- und Hygieneregeln wieder öffnen. Pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche ist eine Person erlaubt. Für „körpernahe Dienstleistungen“ wie Massagestudios, Kosmetik- und Tattoo-Studios müssen Infektionsschutzkonzepte erarbeitet werden.

Auch Fitnessstudios, Tanzschulen, Sporthallen sowie Kursräume der Sportvereine dürfen wieder öffnen. Umkleideräume und Sanitäranlagen bleiben aber geschlossen. Kontaktarmer Breitensport wie Tennis oder Golf sowie Trainingsbetrieb im Freien sind schon seit Donnerstag wieder möglich.

Die Kindertagesbetreuung in NRW wird ab dem 14. Mai (Donnerstag) stufenweise ausgeweitet. Die Öffnung von Hotels und Pensionen für Touristen ist ab kommender Woche (18. Mai) vorgesehen.

Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz

Vom kommenden Mittwoch (13. Mai) an dürfen sich in Rheinland-Pfalz die Angehörigen von zwei Haushalten in der Öffentlichkeit gemeinsam aufhalten. Die Gastronomie darf - unter Auflagen - auch ab Mittwoch wieder öffnen, Hotels ab Freitag. Bars ohne Tische müssen geschlossen bleiben. Buffets und Thekenverkauf sind nicht zulässig - außer als Liefer- oder Abholdienst. Es muss am Tisch bedient werden. Das sieht die Handreichung zur neuen Rechtsverordnung in der Corona-Krise vor.

Corona-Regeln im Saarland

Saarländer können spätestens am 18. Mai wieder in Restaurants und Kneipen gehen. Nach Angaben der saarländischen Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) soll es in Kitas und Schulen spätestens bis zu den Sommerferien „wieder einen möglichst regulären Betrieb geben“. Man arbeite jetzt „intensiv“ an einem Konzept für die nächsten Schritte, sagte sie am Mittwoch. Sie begrüßte, dass es „ein zwischen den Ländern abgestimmtes Vorgehen“ gebe.

Was ist bereits wieder erlaubt? Alle Geschäfte, Museen, Zoos, Friseure und Spielplätze durften öffnen. Erlaubt sind wieder Treffen mit Personen aus einem weiteren Haushalt.

Corona-Regeln in Sachsen

Sachsens Kitas und Grundschulen sollen vom 18. Mai an im eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder öffnen. Das kündigte die Landesregierung am Freitag an. Auch alle Grundschüler können dann an ihre Schulen zurückkehren. Alle Eltern haben demnach einen Anspruch auf die Betreuung ihrer Kinder in Kindergärten, Kinderkrippen und Horten, hieß es. Mädchen und Jungen an weiterführenden Schulen sollen vom 18. Mai an zumindest teilweise wieder an den Schulen unterrichtet werden - in einem Wechsel von Präsenz- und Lernzeiten zu Hause.

In Sachsen dürfen zudem Gedenkstätten, Bibliotheken, Archive, Museen, Ausstellungen, Galerien und Zoos wieder öffnen. Gleiches gilt für Spielplätze und Außensportstätten – wenn ein Hygienekonzept vorliegt. Außerdem dürfen unter strengen Auflagen Friseure und Kosmetikstudios öffnen.

Corona-Regeln in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sollen Gaststätten nun doch schon mit Beginn der Pfingstferien öffnen können - wenn die jeweilige Kommune es erlaubt. Das kündigte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Freitag im Landtag an. Statt am 22. Mai soll die Öffnung ab 18. Mai möglich sein. Es solle in der Verantwortung der Kommunen liegen, wann sie Speisegaststätten den Betrieb wieder erlaubten.

Der 22. Mai stehe weiterhin als Datum fest, an dem Gaststätten spätestens wieder öffnen dürften, sagte Haseloff. Viele Landkreise sähen sich aber im Stande, auch früher zu öffnen, begründete er den Kurswechsel. Er habe bei den Landräten und Oberbürgermeistern dazu ein Stimmungsbild eingeholt. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) etwa hatte zuletzt die Lockerungspläne ab 22. Mai als viel zu spät kritisiert und darauf verwiesen, dass andere Bundesländer eher öffneten.

Sachsen-Anhalt hatte zuletzt die Kontaktbeschränkungen aufgeweicht und viele Lockerungen zugelassen. Begründet wurde das mit den im Bundesvergleich niedrigen nachgewiesenen Corona-Fällen. Haseloff mahnte aber zur Vorsicht: Bei einer erneuten Zunahme der Erkrankungen werde es lokal oder regional neue Beschränkungen geben.

Corona-Regeln in Schleswig-Holstein

Von Sonnabend an dürfen in Schleswig-Holstein unabhängig von ihrer Größe alle Geschäfte wieder öffnen. Die bisherige Flächenbegrenzung auf 800 Quadratmeter fällt weg. Gelockert werden auch die Kontaktbeschränkungen, die im Zuge der Corona-Krise verfügt wurden: Jetzt dürfen sich auch Menschen aus zwei Haushalten treffen, privat und in der Öffentlichkeit.

Vorübergehend tritt die Regelung in Kraft, dass bei Gottesdiensten je Teilnehmer eine Fläche von zehn Quadratmetern zur Verfügung stehen muss. Bisher waren 15 Quadratmeter vorgegeben. Dagegen hatte es harsche Kritik aus Kirchen und Politik gegeben. Zum 18. Mai wird es noch einmal eine Änderung geben. Dann wird nur noch ein Abstand von 1,5 Metern zum nächsten Besucher verlangt. Auch für Besucher von Museen, Galerien, Gedenkstätten und Ausstellungen wird die Flächenvorgabe zum Sonnabend von 15 auf 10 Quadratmeter gesenkt.

Corona-Regeln in Thüringen

In Thüringen dürfen sich künftig zwei Familien oder Angehörige von zwei Haushalten treffen. Zudem können in Abstimmung mit den Landkreisen und kreisfreien Städten weitere Einrichtungen öffnen. Das Gesundheitsministerium werde dazu einen neuen Erlass erstellen und veröffentlichen. Dieser trete zum 13. Mai in Kraft.

Die Kindergärten im Land bleiben aufgrund der geltenden Eindämmungsverordnung weiter bis zum 2.6. geschlossen. Ab 18. Mai erfolge ein weiterer Erweiterungsschritt bei der Notbetreuung: Zusätzlich könnten dann alle Vorschulkinder und deren Geschwister in die Notbetreuung aufgenommen werden, unabhängig davon, ob die Eltern zum definierten Berechtigtenkreis der systemrelevanten Berufe gehörten, teilte das Bildungsministerium mit. Ab 16.6. müsse jedem Kind die Teilnahme am eingeschränkten Regelbetrieb ermöglicht werden, hieß es.

RND/dpa/epd/ka

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