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  • Corona: Regeln der Bundesländer im aktuellen Überblick - 3G, 2G, 2G plus

Neue Corona-Regeln ab heute: Das gilt jetzt in den einzelnen Bundesländern

  • Die Omikron-Variante des Coronavirus hat zuletzt die Debatte um neue Maßnahmen in der Pandemie bestimmt.
  • Am vergangenen Dienstag haben Bund und Länder neue Maßnahmen beschlossen, die spätestens seit heute gelten.
  • Manch ein Bundesland war aber schon schneller – eine Übersicht.
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Hannover. Wie kommen wir gut durch den Winter? Diese Frage ist aktuell omnipräsent. Besonders die Omikron-Variante des Coronavirus bereitet Sorge. Virologe Christian Drosten sprach gar von einer „Wand“ an Neuinfektionen, die sich in der fünften Welle der Corona-Pandemie in Deutschland aufbauen könnte.

Angesichts dessen haben sich am vergangenen Dienstag die Regierungschefs von Bund und Ländern getroffen, um über neue Maßnahmen zu beraten.

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Omikron: Weitere Bundesländer verschärfen Kontaktbeschränkungen
0:58 min
Als Maßnahme gegen die neue Omikron-Virusvariante verschärfen weitere Bundesländer die bisher angewendeten Kontaktbeschränkungen.  © dpa-Video
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Die Beschlüsse aus der Bund-Länder-Runde

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Die neuen Maßnahmen, die Bundeskanzler Olaf Scholz im Anschluss an das Treffen vorstellte, sind spätestens seit dem 28. Dezember gültig. Lesen Sie hier den Überblick über die wichtigsten Maßnahmen:

  • Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genese. Private Treffen sind dann nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sind davon ausgenommen.
  • Clubs und Diskotheken müssen bundesweit geschlossen werden, Tanzveranstaltungen sind verboten.
  • Überregionale Großveranstaltungen, darunter auch Fußballspiele, dürfen nicht mehr vor Zuschauerinnen und Zuschauern stattfinden.
  • Bund und Länder wollen bis Ende Januar 2022 weitere 30 Millionen Impfungen (Booster-, Erst- und Zweitimpfungen) erreichen.
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Diese Corona-Beschränkungen gelten nach Weihnachten
2:14 min
Mit neuen Einschränkungen wollen Bund und Länder die Ausbreitung der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus bremsen.  © AFP
  • Bund und Länder wollen am 7. Januar 2022 erneut zusammenkommen, um über die Corona-Lage zu beraten.
  • Hinzu kommen die bereits Anfang Dezember beschlossenen Einschränkungen insbesondere für Ungeimpfte, die weiterhin Bestand haben. Dazu zählen etwa 2G-Regelungen im Einzelhandel, Kinos, Restaurants und Museen, oder aber die 3G-Regelung – also der Zugang für geimpfte, Genesene und negativ Getestete – im öffentlichen Nahverkehr.

Einigen Ländern gingen die am Dienstag beschlossenen Maßnahmen nicht weit genug. Das Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND) gibt einen Überblick, welche Regelungen deshalb außerdem in den einzelnen Bundesländern gelten:

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Corona-Regeln in Baden-Württemberg

Zwischen 22.30 Uhr abends und 05.00 Uhr morgens gibt es eine Sperrstunde in der Gastronomie. In der Silvesternacht beginnt sie erst um 01.00 Uhr. Die neue Corona-Verordnung gilt zunächst bis zum 24. Januar.

Für private Treffen in Gaststätten gelten die Regeln der privaten Kontaktbeschränkungen. Diskotheken, Bars und Clubs bleiben weiter geschlossen.

Geimpfte und Genesene im Südwesten müssen sich nach den Feiertagen für einen Besuch im Restaurant und in vielen anderen Bereichen doch auf das Coronavirus testen lassen. Allerdings gelten hier Ausnahmen, etwa wenn die abgeschlossene Grundimpfung (zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffes oder eine Dosis des Vakzins von Johnson&Johnson) weniger als drei Monate zurückliegt. Auch Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung haben oder für die keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission hinsichtlich einer Auffrischungsimpfung besteht (Kinder und Jugendliche mit vollständigem Impfschutz bis einschließlich 17 Jahren) müssen sich im 2Gplus-Modell nicht testen lassen.

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Aber: Im Südwesten können nach Angaben des Sozialministeriums jetzt auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren Auffrischungsimpfungen gegen Corona erhalten, wenn die impfenden Ärzte dazu bereit sind. Das Bundesland entschied dies, nachdem Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) angekündigt hatte, dass der Bund die Haftung für die Impfungen bei Jugendlichen übernehme.

Corona-Regeln in Bayern

Aus Furcht vor der hoch ansteckenden Coronavirus-Variante Omikron gelten von Dienstag an in Bayern verschärfte Regelungen. Darauf hat das Gesundheitsministerium am Montag nochmals hingewiesen. Vor allem bei privaten Zusammenkünften müsse künftig eine Höchstteilnehmerzahl von zehn eingehalten werden - auch wenn alle Beteiligten geimpft oder von Corona genesen seien.

Kinder unter 14 Jahren sind von der Regelung ausgenommen. Auch bei 2G-Regelungen oder 2G-Plus-Erfordernissen sind den Angaben zufolge Kinder bis 14 Jahre künftig befreit. Bisher hatte eine Übergangsregelung für Kinder im Alter bis zwölf Jahren und drei Monaten gegolten.

Für Ungeimpfte gilt weiterhin eine Kontaktsperre - sie dürfen sich auch privat nur mit Mitgliedern des eigenen Hausstands und höchstens zwei Mitgliedern eines weiteren Hausstandes treffen.

Das Zuschauerverbot für große überregionale Sportveranstaltungen gilt nun auch für große überregionale Kultur-Events und vergleichbare Veranstaltungen. Untersagt sind zudem Tanzveranstaltungen - unabhängig davon, ob sie in Clubs und Diskotheken oder außerhalb geplant waren.

Corona-Regeln in Berlin

Berlin folgt den Beschlüssen der Bund-Länder-Runde und führt nach Weihnachten schärfere Corona-Regeln ein. Seit dem 28. Dezember sind damit private Zusammenkünfte für Geimpfte und Genesene nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sind davon ausgenommen. Für Treffen mit Ungeimpften gibt es schon seit einiger Zeit Beschränkungen, die weiter gelten: Hier dürfen lediglich die Angehörigen des eigenen Haushalts sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes zusammenkommen.

An bestimmten Berliner Orten gilt zum Jahreswechsel in Ansammlungsverbot und ein Feuerwerksverbot. Das beschloss der Senat am Donnerstag. Nach den Worten der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) wurden 53 Areale festgelegt, wo die neue Regelung greifen soll. Darunter sind zahlreiche bekannte Feier- und Party-Hotspots in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln, aber auch Straßen und Plätze in etlichen anderen Bezirken. Giffey zufolge sollen für professionelle Feuerwerke nach behördlicher Genehmigung Ausnahmen möglich sein.

Die Bundesligavereine Hertha, Union, Alba Berlin, die BR Volleys oder die Eisbären können auch nach dem 28. Dezember vor Zuschauern in heimischer Halle auflaufen. Der Berliner Senat beschloss am Donnerstag, anders als in der Bund-Länder-Runde ab dem 28. Dezember bis zu 3000 Zuschauern im Freien sowie 2000 Zuschauern in geschlossenen Räumen den Eintritt zu ermöglichen, wie die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) nach einer Senatssitzung mitteilte.

„Wir haben uns entschlossen, hier maßvoll vorzugehen in Abwägung der Risiken und Schutzmaßnahmen“, sagte Giffey. Ziel sei, Aktivitäten in Kultur, Sport oder Wirtschaft soweit wie möglich aufrechtzuerhalten, wenn auch unter eingeschränkten Bedingungen

Corona-Regeln in Brandenburg

In Brandenburg gilt seit Montag (27. Dezember) für Geimpfte und Genesene mindestens bis zum 11. Januar bei privaten Treffen drinnen oder draußen eine Obergrenze von zehn Menschen. Wenn in einem Haushalt jemand ohne Corona-Impfung dabei ist, bleiben die bestehenden Regeln unverändert: Zu privaten Treffen dürfen nur bis zu zwei Menschen eines anderen Haushalts hinzukommen, Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Die Einführung von Bändchen zur Kontrolle von Impf- oder Testnachweisen in Einkaufszentren und Kaufhäusern ist in Brandenburg nun rechtlich geregelt. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sagte am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags, die sogenannte Bändchenregelung werde in der neuen Corona-Verordnung aufgeführt und damit auf eine sichere Rechtsgrundlage gestellt. Bisher musste jeder Betreiber dem Ministerium zufolge selbst kontrollieren, ob es einen Impf- oder Testnachweis gibt. Der Einzelhandel hat beispielsweise in größeren Einkaufszentren die Bändchen eingeführt.

Der Gesundheitsausschuss stimmte am Donnerstag mit der Mehrheit der rot-schwarz-grünen Koalition für die neuen Corona-Regeln.

Corona-Regeln in Bremen

Im kleinsten Bundesland sind von Heiligabend an Clubs und Discos geschlossen, Tanzveranstaltungen sind verboten. Im Einzelhandel und in der Gastronomie, in Kultur und Sport gilt 2G. Die Beschränkungen der Kontakte für Ungeimpfte bestehen fort – ein Haushalt darf sich nur mit zwei weiteren Personen anderer Haushalte treffen.

Seit dem 28. Dezember werden auch für Geimpfte und Ungeimpfte private Treffen auf bis zu zehn Personen begrenzt, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet. Das Vorziehen der neuen Regeln auf die Weihnachtstage lehnte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) ab: Es sei den Menschen nicht zuzumuten, ihre Pläne für die Feiertage so kurzfristig umzustoßen.

Über Silvester wird in Bremen nicht geböllert: Feuerwerkskörper dürfen nicht verkauft oder abgebrannt werden.

Corona-Regeln in Hamburg

Großveranstaltungen müssen ohne Publikum stattfinden. Für die Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr. Nur in der Silvesternacht dürfen Restaurants, Bars und Kneipen bis 1.00 Uhr am Neujahrsmorgen offen bleiben. Stehtische in der Gastronomie dürfen nicht mehr genutzt werden.

Mit einem Tanzverbot kommt es faktisch zur Schließung von Clubs und Diskotheken. An Silvester darf auf öffentlichem Grund kein Feuerwerk mitgeführt oder gezündet werden. Zwischen dem 31. Dezember, 15.00 Uhr, und 1. Januar, 9.00 Uhr, dürfen nicht mehr als zehn Menschen im öffentlichen Raum zusammenstehen.

Corona-Regeln in Hessen

In Hessen gilt für größere Veranstaltungen aller Art seit dem 28. Dezember eine Obergrenze von 250 Personen, wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden bekannt gab. Das bedeutet, dass nicht nur Spiele der Fußball-Bundesliga ohne Zuschauer stattfinden, sondern bei allen sportlichen, kulturellen und sonstigen Veranstaltungen die Obergrenze von 250 Personen gilt.

Alle Besucher, auch Geimpfte oder Genesene, müssen einen negativen Corona-Schnelltest nachweisen, der höchstens 24 Stunden alt sein darf. Mitarbeiter müssen sich generell zweimal pro Woche testen lassen. Wer ungeimpft ist, muss täglich einen Negativtest vorweisen.

Die verschärftes Kontaktverbot, wie es ebenfalls bei der Bund-Länder-Schaltkonferenz vereinbart worden war, gelten in Hessen als Maßgabe nur in der Öffentlichkeit, für Zusammenkünfte in Privathaushalten werde weiter nur eine „dringende Empfehlung“ ausgesprochen, so Bouffier.

In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Gruppen von maximal zehn Menschen treffen. Sind nicht geimpfte oder nicht genesene Personen dabei, dann sind nach wie vor nur Treffen von einem Haushalt und maximal zwei Menschen eines weiteren Haushalts erlaubt.

Ausnahmen gelten für Kinder unter 14 und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden dürfen. Im privaten Bereich bleibt es in Hessen bei einer dringenden Empfehlung für diese Kontaktbeschränkungen.

Sie dürfen landesweit nicht mehr öffnen, unabhängig von den örtlichen Infektionszahlen. Generell sind Tanzveranstaltungen untersagt. In den Räumen dürfe aber regulärer Gastronomiebetrieb angeboten werden - jedoch ohne Tanz.

Drinnen müssen in der Öffentlichkeit medizinische Masken getragen werden, auch auf Sitzplätzen. Eine Ausnahme ist die Gastronomie. Im Freien sollten Masken getragen werden, wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Generell gilt auch in Bussen und Bahnen die Maskenpflicht.

Auf belebten öffentlichen Plätzen dürfen keine Feuerwerkskörper abgebrannt werden. Kleinstfeuerwerke wie etwa Wunderkerzen oder Knallerbsen bleiben erlaubt. Nur Genesene und Geimpfte dürfen in Geschäften des Einzelhandels einkaufen. Ausgenommen sind Läden für die Grundversorgung.

Sobald die Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 350 liegt, greifen vor Ort zusätzliche „Hotspot-Regelungen“ ab dem nächsten Tag.

Corona-Regeln in Mecklenburg-Vorpommern

Trotz zuletzt sinkender Fallzahlen gelten von Montag (27. Dezember) an in ganz Mecklenburg-Vorpommern verschärfte Schutzvorkehrungen. Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen müssen flächendeckend geschlossen bleiben. Bislang galten diese Restriktionen nur in der Mitte und im Osten des Landes.

Da aber die Corona-Ampel für das Land über mehrere Tage auf Rot stand und mit der Omikron-Variante eine weitere Infektionswelle erwartet wird, hatte die Landesregierung die Schließungen landesweit verfügt.

In Mecklenburg-Vorpommern gelten die verschärften Kontaktbeschränkungen für Genesene und Geimpfte schon von Freitag an und damit deutlich früher als in den meisten anderen Bundesländern. Für private Zusammenkünfte sind somit von Heiligabend an nur noch maximal zehn Personen erlaubt. Das Kabinett von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) änderte dafür auf einer Sondersitzung am Mittwoch in Schwerin die Corona-Verordnung des Landes.

„Die neue Omikron-Variante macht keine Weihnachtspause“, begründete Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) das Vorziehen der bundesweit spätestens ab 28. Dezember verbindlichen Regelung. Die Landesregierung warte nicht auf die prognostizierte schlagartige Erhöhung der Fallzahlen durch die neue Virusvariante und handle rasch.

Vorsorglich justierte die Landesregierung auch die Corona-Ampel neu. Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder oder andere Freizeiteinrichtungen müssen schließen, wenn die Ampel drei Tage in Folge Rot zeigt; bislang galten sieben Tage. Laut Drese greift die Neuregelung mit einer Übergangsfrist. Somit müssten die genannten Bereiche von Montag (27.12.) an landesweit geschlossen bleiben. Im Osten und in der Mitte des Landes gelten diese Einschränkungen wegen des dort hohen Infektionsgeschehens schon seit Längerem. Sportveranstaltungen finden nur noch ohne Zuschauer statt.

Corona-Regeln in Niedersachsen

Die von Bund und Ländern beschlossenen verschärften Kontaktbeschränkungen greifen in Niedersachsen vom 27. Dezember an. Dann dürfen sich nur noch Gruppen von bis zu zehn Geimpften und Genesenen treffen - Kinder nicht gerechnet. Für Ungeimpfte sind die Vorschriften strenger: Ein Haushalt darf sich nur mit zwei Personen eines weiteren Haushalts treffen.

Um Infektionen über die Feiertage zu vermeiden, hat das Land verfügt, dass bis zum 15. Januar für Gastronomie und andere öffentliche Bereiche die Auflagen der Warnstufe 3 gelten. Clubs mussten von Heiligabend an schließen, Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen sind verboten.

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Lauterbach: Omikron-Welle lässt sich nicht mehr verhindern
2:30 min
Auch wenn sich die fünfte Welle nicht mehr verhindern lässt, seien die Booster-Impfungen ein entscheidender Baustein, um die Pandemie zu entschleunigen.  © Reuters

Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen

Kurz vor dem Jahreswechsel treten in Nordrhein-Westfalen ab Dienstag strengere Corona-Auflagen in Kraft. Die Beschränkungen treffen jetzt auch geimpfte und genesene Menschen. So sind private Zusammenkünfte im Innen- wie Außenbereich nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt - eine Begrenzung der Anzahl von Hausständen gibt es nicht. NRW setzt damit die jüngsten gemeinsamen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern um.

Von den Kontaktbeschränkungen sind Kinder bis einschließlich 13 Jahre ausgenommen. Innerhalb des eigenen Hausstands gelten keine Personenbegrenzungen. Sobald eine ungeimpfte Person teilnimmt, gelten wieder die strengeren Auflagen. Dann dürfen nur noch zwei Personen eines weiteren Hausstands teilnehmen.

Große Partys wird es zu Silvester auch dieses Jahr nicht geben. In der Silvesternacht sind Ansammlungen, die über die ab Dienstag geltenden Personengrenzen hinausgehen, auf publikumsträchtigen Plätzen und Straßen untersagt. Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester ist bundesweit bereits verboten. Auch Clubs und Diskotheken sind in NRW bereits geschlossen. Öffentliche Tanzveranstaltungen sowie private Tanz- und Discopartys sind ebenfalls untersagt.

Großveranstaltungen sind seit Dienstag nur noch ohne Zuschauer erlaubt. Bei anderen Veranstaltungen wird die Zahl der Zuschauer auf höchstens 750 abgesenkt. Wegen der Sorge vor der Ausbreitung der Omikron-Variante werden auch Masken- und Testpflicht im Freizeitbereich verschärft. Der Mund-Nasen-Schutz muss nun auch bei Versammlungen mit mehr als 750 Personen im Freien getragen werden.

Da beim Sport in Innenräumen, in Schwimmbädern und bei Wellnessangeboten keine Masken getragen werden können, müssen Immunisierte dort nun einen aktuellen, negativen Schnelltestnachweis mit sich führen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Darüber hinaus gilt diese 2G-plus-Vorschrift auch für weitere Einrichtungen und Angebote, darunter für das Singen im Chor ohne Maske.

Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz

Nach den Bund-Länder-Beschlüssen zur Eindämmung der neuen Corona-Variante Omikron gelten in Rheinland-Pfalz von diesem Dienstag an Kontaktbeschränkungen. Öffentlich dürfen sich dann nur noch höchstens zehn geimpfte und genesene Menschen treffen. Kinder bis 14 Jahre werden aber nicht mitgezählt. Sobald ein Ungeimpfter dabei ist, gilt jedoch: Ein Haushalt und höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes dürfen sich treffen. Die Bürger sind aufgefordert, sich an diese Regel auch privat zu halten.

An Silvester gilt in ganz Deutschland - wie schon im Vorjahr - ein Feuerwerkverkaufsverbot. Ziel ist es, Unfälle durch den unsachgemäßen Gebrauch von Knallkörpern und Raketen zu vermeiden und damit die durch Corona schon extrem belasteten Krankenhäuser nicht noch mehr zu fordern.

Clubs und Diskotheken müssen wegen der Ansteckungsgefahr schon seit Donnerstag vor Weihnachten geschlossen bleiben. Außerdem sind zu überregionalen Sport-, Kultur- und anderen Großveranstaltungen wie der Bundesliga keine Zuschauer mehr zugelassen. Großveranstaltungen beginnen in der Regel ab 1000 Zuschauern.

Die anderen Regeln der Corona-Bekämpfungsverordnung, die mit diesen neuen Bestimmungen angepasst wird, gelten weiter. Also 2G für den Handel mit Ausnahme von Supermärkten und ähnlichen Geschäften des täglichen Bedarfs und 2G-plus für Gastronomie, Friseure und andere Innenräume, in denen die Maske nicht die ganze Zeit getragen werden kann. Dabei ersetzt das Boostern den negativen Schnelltest.

Corona-Regeln im Saarland

Im Saarland gelten von diesem Dienstag an Kontaktbeschränkungen für Genesene und Geimpfte. Nach den Beschlüssen von Bund und Ländern sind für private Zusammenkünfte nur noch maximal zehn Personen erlaubt. Ausgenommen sind Kinder unter 14 und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Zuletzt galten im Saarland keine Kontaktbeschränkungen mehr für Geimpfte oder Genesene. Ungeimpfte durften sich zuvor auch schon nur noch mit ihrem Haushalt und zwei weiteren Personen treffen.

Diskotheken und Clubs sind im Saarland bereits dicht - nun sind auch vergleichbare Tanzveranstaltungen nicht mehr erlaubt. Das gilt ebenfalls für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern oder Zuschauern. Außerdem müssen Hochschulen Studierenden eine Teilnahme an Lehrveranstaltungen in digitaler Form ermöglichen, wenn diese keinen 2G-Nachweis (geimpft oder genesen) erbringen können.

An Silvester gilt in ganz Deutschland ein Feuerwerkverkaufsverbot. Ansammlungen von mehr als zehn Personen im öffentlichen Raum sind an Silvester und Neujahr verboten. Die Ministerpräsidenten wollen am 7. Januar zusammen mit dem Bund darüber beraten, wie es in der Pandemie mit Blick auf die neue Corona-Variante Omikron weiter gehen soll.

Corona-Regeln in Sachsen

Mit Blick auf den Jahreswechsel gelten von diesem Dienstag an in Sachsen striktere Personen-Obergrenzen für private Treffen. Grund ist die anhaltende Corona-Pandemie. Waren bisher Treffen von bis zu 20 Geimpften und Genesenen erlaubt, reduziert sich diese Zahl fortan auf maximal zehn. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Sobald eine ungeimpfte Person dabei ist, sind solche Zusammenkünfte nur zwischen einem Hausstand und einem weiteren Mensch erlaubt. Zudem ist das Tragen von FFP2-Masken in geschlossenen Räumen von Einrichtungen, Betrieben, Läden und Behörden sowie bei körpernahen Dienstleistungen Pflicht.

Zu Silvester und Neujahr sind zudem Feiern auf öffentlichen Plätzen untersagt. Auch darf dort kein Feuerwerk mitgeführt oder gezündet werden. Ärzte des Universitätsklinikums Leipzig begrüßten die Vorgaben zu Feuerwerk. Die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr zeigten, dass dadurch die Zahl der Verletzungen, die in Kliniken behandelt werden müssten, deutlich reduziert würden. So habe es bei den Jahreswechseln vor der Corona-Pandemie regelmäßig Unfälle mit Böllern gegeben, bei denen Kindern ein oder mehrere Finger abgerissen wurden, hieß es in einer Mitteilung.

Corona-Regeln in Sachsen-Anhalt

Seit dem 23.12. dürfen in Sachsen-Anhalt keine Clubs und Diskotheken mehr öffnen. Weil der Landtag die epidemische Lage festgestellt hat, haben die Landkreise und kreisfreien Städte die Möglichkeit, weitere Maßnahmen zu verhängen. Für Geimpfte und Genesene bleibt es in Sachsen-Anhalt zunächst bei der Empfehlung, sich nicht mit mehr als zehn Personen zu treffen. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) schloss allerdings nicht aus, noch einmal nachzusteuern.

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Corona-Impfpflicht: Ethikrat befürwortet Ausweitung für Gesundheits- und Pflegepersonal
1:04 min
Der Deutsche Ethikrat befürwortet eine Ausweitung der kürzlich beschlossenen Impfpflicht auf wesentliche Teile der Bevölkerung.  © dpa

Corona-Regeln in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein dürfen sich laut Corona-Landesverordnung privat nur noch maximal zehn Personen treffen, außer alle gehören einem Haushalt an. Das gilt auch für Geimpfte und betrifft nicht nur Wohnungen und Häuser, sondern auch dazugehörige Gärten. Kinder bis 14 Jahren sind ausgenommen. Behörden können für Straßen, Wege und Plätze, auf denen an Silvester und Neujahr mit verstärktem Andrang zu rechnen ist, Kontakte auf bestimmte Gruppengrößen beschränken.

Bei Veranstaltungen wie Konzerten oder beim Sport sind nur noch 1000 Zuschauer erlaubt. Diskotheken und Clubs dürfen nur mit halber Kapazität (maximal 1000 Menschen) öffnen. Auch beim Tanzen gilt Maskenpflicht. Zutritt erhalten nur Geimpfte und Genesene, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen (2G plus). Die Regeln gelten auch für Tanzpartys, Bälle oder vergleichbare Veranstaltungen in Gaststätten.

Die Landesregierung will zudem keine größeren Ansammlungen von Menschen an Silvester. Die zuständigen Behörden können deshalb für Straßen, Wege und Plätze sowie für sonstige Flächen, auf denen mit verstärktem Andrang zu rechnen ist, Kontakte auf bestimmte Gruppengrößen beschränken. Dort kann auch eine Maskenpflicht angeordnet werden.

Zudem untersagt die neue Corona-Verordnung Großveranstaltungen wie Konzerte oder Handball- und Fußballspiele mit mehr als 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern drinnen und draußen grundsätzlich. Die beiden Handball-Bundesligaclubs THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt sowie Fußball-Zweitligist Holstein haben im Geltungszeitraum der neuen Verordnung aber keine Heimspiele. Die Verordnung gilt bis zum 18. Januar.

Corona-Regeln in Thüringen

Um eine rasante Ausbreitung der Omikron-Coronavirus-Variante zu bremsen, hatten Bund und Länder weitere Beschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens beschlossen - seit Dienstag gelten sie auch in Thüringen. Dazu gehört, dass sich dann nur noch maximal zehn Personen treffen dürfen, sofern alle geimpft oder genesen sind. Das betrifft auch Silvester. Bei den Kontaktbeschränkungen werden Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren und drei Monaten nicht mitgezählt. Veranstaltungen anlässlich des Jahreswechsels sind im öffentlichen Raum untersagt. Auch darf dort kein Feuerwerk mitgeführt oder gezündet werden.

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Clubs und Diskotheken sind in Thüringen schon länger geschlossen. Auch Volksfeste, Weihnachtsmärkte oder Messen sind untersagt. An den Thüringer Schulen wird es an den ersten beiden Tagen nach den Ferien (3./4. Januar) keinen Unterricht geben. Bis zum 14. Januar soll dann Distanzunterricht stattfinden.

RND/dpa/epd/sic/fw/tdi

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