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Verfassungsschutz NRW warnt vor Übergriffen auf Flüchtlinge

Der Verfassungsschutz fürchtet, Flüchtlinge könnten im Zuge der Corona-Krise zu Zielen rechtsextremer Übergriffe werden.

Berlin. Der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen schätzt die Gefahr rechtsextremistischer Übergriffe auf Flüchtlinge im Zuge der Corona-Krise als hoch ein.

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“Obwohl bisher keine öffentlichen Aufrufe zu bestimmten Verhaltensweisen, konkreten Aktionen oder einer Mobilisierung bekannt geworden sind, ist dies für die Zukunft nicht auszuschließen”, heißt es in einer Analyse des Landesamtes für Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Rechte machen Flüchtlinge für Ausbreitung des Virus verantwortlich

“Teile der Szene diskutieren, ob mit der Pandemie der ‘Tag X’ komme, auf den man sich vorbereiten müsse, um die versagenden staatlichen Institutionen zu übernehmen”, heißt es in der Einschätzung der Verfassungsschützer. Demnach finden die Covid-Pandemie und das Coronavirus “in der rechtsextremistischen Szene hohe Beachtung”. Die angeblich zu spät geschlossenen Grenzen und die Aufnahme weiterer Flüchtlinge würden für die Ausbreitung des Virus verantwortlich gemacht.

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Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic kritisierte die uneinheitliche Linie der Sicherheitsbehörden. “Die Bundesregierung erkennt, dass Rechtsextreme die aktuelle Krisensituation unter anderem ausnutzen, um ihre Verschwörungstheorien weiterzuverbreiten und gegen Geflüchtete zu hetzen, zieht daraus aber nicht die notwendigen Schlüsse”, sagte Mihalic dem RND.

Grünen-Innenexpertin Mihalic nennt Hetze “brandgefährlich”

Die Hetze der Rechten sei “brandgefährlich”. “Nur weil das öffentliche Leben weitgehend stillsteht, gilt das Gleiche nicht für die Aktivitäten von Rechtsextremen, hier ist Wachsamkeit das Gebot der Stunde”, sagte die Grünen-Politikerin.

Bundesinnenstaatssekretär Günter Krings hatte zuletzt in einer Fragestunde des Bundestages “keine gesteigerte Gefährdungslage” erkennen können.

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