In NRW rufen Schüler zum Schulboykott wegen Corona-Pandemie auf

  • Schon in der kommenden Woche soll der reguläre Schulbetrieb in Nordrhein-Westfalen wieder anlaufen.
  • Auf Twitter machen Tausende unter dem Hashtag #SchulboykottNRW dagegen mobil.
  • Sie sorgen sich vor allem, Angehörige, die zu Risikogruppen gehören, anzustecken.
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Düsseldorf. Das Vorhaben der nordrhein-westfälischen Landesregierung, kommende Woche den Schulbetrieb wieder anlaufen zu lassen, sorgt für Proteste im Internet. Unter dem Hashtag #SchulboykottNRW meldeten sich auf Twitter am Freitag Tausende Nutzer zu Wort, die sich um die Gesundheit von Schülern und Lehrern sorgten. In vielen sarkastischen Grafiken wurden zum Beispiel Friedhöfe oder ein Abiball voller Grabsteine gezeigt.

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Die weiterführenden Schulen öffnen ab kommendem Donnerstag wieder die Pforten für Prüflinge der Jahrgangsstufen 10, 12 und 13. Sie sollen dort nicht nach klassischem Stundenplan unterrichtet werden, sondern gezielte Angebote zur Prüfungsvorbereitung auf das Abitur oder mittlere Abschlüsse erhalten.

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Kritik aus der Opposition

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte in dieser Woche betont, es sei den Schülern freigestellt, daran teilzunehmen oder zu Hause weiterzulernen. SPD und Grüne lehnen das ab. "Es ist unzumutbar, dass die Schülerinnen und Schüler sich jetzt zwischen Gesundheitsschutz für ihre Familie und Prüfungsvorbereitung in der Schule entscheiden müssen", beklagten die Grünen. Auch die SPD kritisierte "unnötigen Entscheidungsdruck" und Verunsicherung. Dagegen hatte die AfD im Schulausschuss davor gewarnt, sich von "einigen wenigen Schülern" vor den Karren spannen zu lassen, die einfach keine Prüfungen ablegen wollten. Die meisten wollten zur Schule, betonte die Fraktion.

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Laschet: Prüfungsvorbereitungen ab kommender Woche
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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet äußert sich nach der Videokonferenz der Länderchefs mit der Bundeskanzlerin zu möglichen Prüfungsvorbereitungen.  © Reuters
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Lehrerverband warnt vor Frühstart

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Dagegen warnte der Lehrerverband NRW am Freitag vor einem Frühstart, der nicht einmal die Zeit lasse, die nötigsten Hygiene- und Schutzmaßnahmen sicherzustellen. "Die Landesregierung darf Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler nicht einem solchen Gesundheitsrisiko aussetzen", unterstrich der Vizevorsitzende Sven Christoffer in einer Mitteilung. Die Schulträger haben vom Ministerium von Montag bis Mittwoch Zeit für die Vorbereitungen eingeräumt bekommen.

RND/dpa

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