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Weltärztepräsident bezweifelt britische Angaben zur Corona-Mutation

  • Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery bezweifelt Aussagen des britischen Premierministers Boris Johnson zur neuen Corona-Variante.
  • Die starke Ausbreitung im Südosten Englands sei eher auf die mangelnde Vorsicht der Menschen dort zurückzuführen, glaubt der Mediziner.
  • Auch um die Wirksamkeit des Impfstoffs macht er sich nur wenig Sorgen.
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Berlin. Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery bezweifelt Aussagen des britischen Premierministers Boris Johnson, wonach die neue Corona-Variante bis zu 70 Prozent ansteckender als das bisherige Virus sein könnte. „Man sollte alle Angaben von Herrn Johnson mit außerordentlicher Vorsicht behandeln“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Wenn die Aussage dennoch stimmen sollte, bedeutet sie auch nur, dass unsere Schutzmaßnahmen um 70 Prozent wichtiger werden“, so der Mediziner weiter.

Mit Kontaktbeschränkung, Abstands- und Hygieneregeln lasse sich die Verbreitung des Virus am besten verhindern, sagte Montgomery. „Die Tatsache, dass die neue Corona-Variante derzeit im Südosten Englands grassiert, ist vor allem der Nachlässigkeit der Menschen dort geschuldet“, urteilte Montgomery.

„Virus-Mutationen sind etwas völlig Normales, die sehen wir auch bei anderen Erregern immer wieder“, sagte Montgomery weiter. Allein das Pharmaunternehmen Biontech habe seinen Impfstoff bereits bei 19 Mutationen des Coronavirus getestet, gewirkt habe das Mittel bei jeder dieser Varianten. „Die Mutation betrifft nur einen Teil eines Proteins auf der Oberfläche des Virus, der Impfstoff aber zielt auf das gesamte Protein“, erklärte Montgomery.

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