Corona: Bundesländer beschließen Milliarden-Rettungsschirme

  • Nicht nur der Bund, sondern auch die Länder ergreifen zahlreiche Maßnahmen, um gegen die Auswirkungen der Corona-Krise vorzugehen.
  • Von Bayern bis Nordrhein-Westfalen haben viele milliardenschwere Rettungsschirme gespannt.
  • Ein Überblick.
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Berlin. Mit Rettungsprogrammen in Milliardenhöhe wollen mehrere Bundesländer gegen die Auswirkungen der Corona-Krise vorgehen. Wir geben einen Überblick.

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So spannt etwa Bayern den größten Schutzschirm seiner Geschichte auf: In Summe werde die Staatsregierung ein 40 Milliarden Euro schweres Hilfspaket auf den Weg bringen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München.

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Zum einen sollen zehn Milliarden Euro mehr in den Haushalt gepumpt werden. Zweitens soll ein Bayernfonds bei Bedarf vorübergehende Beteiligungen des Freistaats an Unternehmen ermöglichen. Eine dritte Säule sieht schnelle Kreditbürgschaften für Unternehmen vor.

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Vorgestelltes Hilfspaket ist nur der erste Schritt
1:11 min
Der Bundeswirtschaftsminister berichtet, dass die Auswirkungen der Coronakrise bereits spürbar, seien.  © Reuters

In Nordrhein-Westfalen beschloss der Landtag am Dienstag einstimmig ein immenses Hilfspaket in Höhe von 25 Milliarden Euro. Mit dem Geld sollen Bürgschaften, Steuerstundungen sowie Soforthilfen für Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige finanziert werden.

In Hessen umfasst der Corona-Schutzschirm Hilfen in Höhe von insgesamt mindestens 8,5 Milliarden Euro. Die Landtagsabgeordneten verabschiedeten in Wiesbaden einstimmig den dafür nötigen Nachtragshaushalt und beschlossen, die Schuldenbremse zu lockern.

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In Baden-Württemberg sollen mit dem Programm “Soforthilfe Corona” Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen gestützt werden, die durch die Krise in Existenznot geraten. Von den fünf Milliarden Euro, die im Südwesten für Wirtschaftshilfen bereitstehen, sind vier Milliarden für die Soforthilfe verfügbar.

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Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz beschloss am Dienstag einen Nachtragshaushalt über 3,3 Milliarden Euro, um den Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenzutreten.

Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung legte einen Schutzfonds im Umfang von 1,1 Milliarden Euro auf, um Unternehmen durch die Krise zu helfen. In Brandenburg verdoppelte sich die Höhe eines geplanten Schutzschirms innerhalb einer Woche von 500 Millionen Euro auf eine Milliarde Euro.

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RND/dpa

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