Dobrindt: CSU für Ausweitung von Corona-Maßnahmen in Schulen

  • Ginge es nach der CSU, würden die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Schulen ausgeweitet.
  • Darüber sei sich die Partei einig, sagt CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt.
  • Für Schulschließungen wolle er jedoch ausdrücklich nicht werben.
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Berlin. Die CSU hat sich klar für weitere Maßnahmen zum Kampf gegen die Corona-Pandemie auch in Schulen ausgesprochen. „In der CSU ist man sich einig darüber, dass man weitere Maßnahmen benötigt“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt am Dienstag vor einer Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag.

Auch in den Schulen gebe es Infektionen, deswegen solle man auch dort handeln, um das Gesamt-Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.

Er werbe ausdrücklich nicht für Schulschließungen, sagte Dobrindt. Aber Schulen müssten Maßnahmen ergreifen können, damit dort Kontakte reduziert würden. Dies könne auch mit einem Mix an Maßnahmen erreicht werden.

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Die CSU wolle ein abgestimmtes Handeln mit den anderen Ländern. Über einzelne Maßnahmen an den Schulen wie eine Maskenpflicht, Wechsel- oder Hybridunterricht müsse man reden. Dies solle auch in einer öffentlichen Diskussion vorbereitet werden.

Das Kanzleramt hatte zu den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Montag Vorschläge zum Infektionsschutz der Schulen vorgelegt. Eine Mehrheit der Länder lehnte jedoch einen Beschluss in diesem Bereich ab und wollte die weitere Entwicklung der Infektionszahlen abwarten.

Dobrindt enttäuscht nach Bund-Länder-Treffen

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Nun soll am 25. November erneut beraten werden, ob der bis Ende des Monats befristete Teil-Lockdown verlängert und sogar verschärft werden muss. Das Kanzleramt rechnet nicht damit, dass bis dahin schon Lockerungen beschlossen werden können.

Dobrindt äußerte sich enttäuscht über die Verhandlungen vom Montag. Die CSU unterstütze das Vorgehen Merkels, über weitere Maßnahmen auch an den Schulen zu sprechen. Ein wesentlicher Erfolg Deutschlands im Vergleich zu seinen Nachbarländern liege im frühzeitigen Handeln. Nun müsse aufgepasst werden, dass man nicht den Zeitpunkt verpasse, die Trendumkehr positiv zu beeinflussen.

RND/dpa

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