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  • Corona-Maßnahmen: Fast zwei Drittel der Deutschen sind unzufrieden

Fast zwei Drittel der Deutschen unzufrieden mit Corona-Krisenmanagement

  • Heute kommen Bund und Länder erneut zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.
  • Doch fast zwei Drittel der Deutschen sind laut einer Umfrage unzufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung.
  • Und Gesundheitsminister Spahn bekommt noch schlechtere Noten als das Kabinett insgesamt.
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Berlin. Ein Jahr nach den ersten Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie sind fast zwei Drittel der Deutschen unzufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa zeigen sich 34 Prozent „sehr unzufrieden“ und weitere 31 Prozent „eher unzufrieden“ mit dem Agieren der Regierung in der Krise. Dagegen sind nur vier Prozent „sehr zufrieden“ und 26 Prozent „eher zufrieden“. Fünf Prozent machen keine Angaben.

Noch schlechtere Noten als das Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) insgesamt bekommt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Nur 24 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden, 69 dagegen unzufrieden.

Die Bundesregierung hatte Mitte März 2020 die ersten Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Merkel rief die Bevölkerung damals in einer denkwürdigen Fernsehansprache zum gemeinsamen Kampf gegen die Ausbreitung des Virus auf.

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Die Akzeptanz der Einschränkungen wie die Schließung von Geschäften, Restaurants und Schulen war während der ersten Corona-Welle noch sehr groß. In einer YouGov-Umfrage im April 2020 zeigten sich 67 Prozent eher oder sehr zufrieden mit dem Krisenmanagement der Regierung.

Zu Beginn der zweiten Welle im Oktober waren es nur noch 57 Prozent, Anfang Februar dann nur noch 50 und in der letzten Umfrage Ende Februar nur noch 48 Prozent. In den vergangenen drei Wochen hat sich die Akzeptanz der Regierungsmaßnahmen noch einmal deutlich verschlechtert. Jetzt bewerten nur noch 30 Prozent der Befragten das Krisenmanagement der Regierung eher oder sehr positiv.

Die Unzufriedenheit überwiegt inzwischen bei den Wählern aller im Bundestag vertretenen Parteien. Besonders stark ist sie unter den Anhängern der AfD (86 Prozent), der Linken (76 Prozent) und der FDP (73 Prozent). Dahinter folgen die Wähler der SPD (63 Prozent) der Grünen (62 Prozent) und der CDU/CSU (51 Prozent).

RND/dpa

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