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Protest gegen Corona-Lüften: Eltern suchen kältesten Klassenraum Nordrhein-Westfalens

Schüler- und Schülerinnen sitzen zum Schulbeginn in Gütersloh, Nordrhein-Westfalen, bei geöffneten Fenstern und Türen im Klassenzimmer.

Düsseldorf.Elternverbände in Nordrhein-Westfalen kritisieren mit einem ausgelobten Wettbewerb die Corona-Regeln in Klassenräumen. In einer gemeinsamen Pressemitteilung beschwerten sich die Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW und die Landeselternkonferenz NRW darüber, dass das Schulministerium auch im zweiten Corona-Winter regelmäßiges Lüften in Klassenräumen fordere.

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Um auf die aktuellen Lernbedingungen der Schülerinnen und Schüler aufmerksam zu machen, suchen sie nun den kältesten Klassenraum des Bundeslandes.

In der Mitteilung heißt es: „Das Schulministerium vertritt seit nunmehr 2 Jahren die Auffassung, dass es genügt, entgegen dem wissenschaftlichen Rat vom RKI zur Bekämpfung von Covid-19, durch häufiges Lüften der Klassenräume die Viruslast zu verringern.“ Das Ministerium halte Luftfilter in Räumen, in denen Fenster geöffnet werden könnten, nicht für notwendig.

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WDR-Recherchen ergaben im vergangenen Dezember, dass in NRW mehr als 90 Millionen Euro für mobile Luftfiltergeräte in Schulen und Kitas bereit stünden. Die Fördergelder würden demnach allerdings kaum abgerufen: Bis Ende November seien davon nur etwa 4,6 Millionen Euro ausgezahlt worden.

Das liege unter anderem an den strengen Kriterien, nach denen nur Klassenzimmer gefördert würden, in denen man kaum Lüften könne. So schreibt das NRW-Förderprogramm vor, dass Schulen nur dann Anspruch auf das Geld haben, wenn die Räume „nicht ausreichend durch gezieltes Fensteröffnen oder durch eine Raumlufttechnische Anlage (RLT-Anlage) gelüftet werden können, sogenannte ‚Kategorie 2‘-Räume.“

Fleecedecken für den kältesten Klassenraum

Steffen Bundrück, stellvertretender Vorsitzender der Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW, teilte mit: „Als meine Tochter mir im Dezember ein Bild des Thermometers in ihrer Klasse neben ihrem Sitzplatz mit -0,3 Grad zeigte, merkte ich, dass die Vorgaben des Landes für winterliche Temperaturen ziemlich gewagt sind.“

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Als ersten Preis loben die Eltern einen Klassensatz Fleecedecken aus und die Schüler des zweitkältesten Klassenzimmers sollten Taschenwärmer bekommen. Der dritte Preis sind zehn Liter alkoholfreier Glühpunsch.

RND/jw

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