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  • Corona: Krisensitzung bei der AfD - gegen den Willen von Gauland und Weidel

Corona-Krise: AfD-Politiker fordert Ende des Shutdowns – und erzwingt Sondersitzung der Fraktion

  • Die AfD ist ein Verlierer der Coronakrise: Nur noch 9 Prozent würden bundesweit die Partei wählen.
  • In der Bundestagsfraktion wächst nun der Unmut: Die AfD habe keine klare Position in der Krise, die Fraktionsspitze sei zu wenig präsent.
  • Nun muss die Fraktion in den Osterferien zur Krisensitzung nach Berlin.
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Berlin. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Dirk Spaniel fordert das Ende der Corona-Einschränkungen. “Ein monatelanger Shutdown ist wirtschaftlich und gesellschaftlich untragbar”, sagt Spaniel dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Er fordere daher einen “Strategiewechsel zum schnellstmöglichen Zeitpunkt”. Die Einschränkungen sollten aufgehoben und die “gefährdeten Bevölkerungsgruppen geschützt” werden. Wie das genau aussehen soll, sagte Spaniel nicht.

Mitten in den Osterferien und den Corona-Reisebeschränkungen trifft sich nun die AfD-Bundestagsfraktion am Dienstag zu einer Sondersitzung im Reichstagsgebäude in Berlin. Ein Viertel der Abgeordneten, darunter Spaniel, hatte die Sitzung gefordert. Der Fraktionsvorstand um Alexander Gauland und Alice Weidel war dagegen, konnte sich aber gegen die Fraktion nicht durchsetzen. Bei einer Reihe von Abgeordneten wächst der Unmut darüber, dass der Kurs der AfD in der Corona-Krise kaum erkennbar sei und die Spitzen zu wenig präsent seien.

In der aktuellsten Forsa-Umfrage kommt die AfD bundesweit nur noch auf eine Zustimmung von 9 Prozent, das ist ihr schlechtester Wert seit der Bundestagwahl 2017.

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Sitzung in zwei Räumen parallel

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Die Sondersitzung wird wegen der Corona-Abstandsregeln in zwei Räumen parallel stattfinden, die per Videokonferenz miteinander verbunden sind. Wer erkrankt oder verhindert ist, kann sich telefonisch zuschalten. Auch Fraktionschefin Weidel wird wahrscheinlich per Telefon teilnehmen, sie leidet noch an den Folgen einer Lungenentzündung.

Dass die Fraktion gegen den Willen des Vorstands zusammenkommt, hat auch mit den vielen schwelenden und offen ausgetragenen Machtkämpfen in der AfD zu tun. Erster Redner zum “weiteren Vorgehen in der Corona-Krise” ist Spaniel, Ex-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg und innerparteilicher Gegner von Weidel.

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