• Startseite
  • Politik
  • Corona-Krise: UN-Generalsekretär Guterres alarmiert wegen Folgen für die Bildung

Corona-Krise: UN alarmiert wegen Folgen für die Bildung

  • UN-Generalsekretär António Guterres warnt vor einer Katastrophe in der Bildung einer ganzen Generation.
  • In Folge der Corona-Pandemie könnten mehr als 23 Millionen Kinder und Jugendliche Schule oder Kindergarten abbrechen oder keinen Zugang bekommen.
  • Deswegen habe die Wiedereröffnung von Schulen oberste Priorität.
Anzeige
Anzeige

New York. UN-Generalsekretär António Guterres hat die Coronavirus-Pandemie als die größte Beeinträchtigung des Schulsystems aller Zeiten eingestuft. Mitte Juli seien in mehr als 160 Staaten Schulen geschlossen gewesen, wovon mehr als eine Milliarde Schülerinnen und Schüler betroffen seien, sagte Guterres am Dienstag.

Mehr als 100 Staaten hätten noch nicht erklärt, wann die Schulen wieder öffnen. Außerdem hätten mindestens 40 Millionen Kinder die Bildung in ihrem entscheidenden Kindergartenjahr versäumt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Katastrophe für eine ganze Generation

Nach Angaben der Unesco könnten zudem mehr als 23 Millionen Kinder und Jugendliche wegen der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie Schule oder Kindergarten abbrechen oder erst gar keinen Zugang zu ihnen bekommen. Guterres warnte, das könne sich zur Katastrophe für eine ganze Generation auswachsen, unermessliches Potenzial vergeuden, den Fortschritt von Jahrzehnten untergraben und Ungleichheiten vertiefen.

Guterres forderte, wenn die Pandemie vor Ort unter Kontrolle sei, müssten als erstes die Schulen wieder öffnen. “Wir befinden uns in einem entscheidenden Augenblick für die Kinder und Jugendlichen der Welt”, sagte er. Was jetzt geschehe, werde bleibenden Einfluss auf das Leben Hunderter Millionen junger Menschen haben und die Entwicklungschancen von Staaten auf Jahrzehnte prägen.

Anzeige

Schon vor der Pandemie hätten Staaten mit geringem oder mittlerem Nationaleinkommen pro Jahr 1,5 Billionen Dollar (knapp 1,3 Billionen Euro) zu wenig für Bildung ausgegeben. Diese Lücke könne sich jetzt um 30 Prozent vergrößern.

RND/AP

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen