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Siemens-Chef Kaeser gegen Gehaltsverzicht von Vorständen in Corona-Krise

  • Einen Gehaltsverzicht von Spitzenmanagern in der Corona-Krise findet Siemens-Chef Joe Kaeser nicht sinnvoll.
  • “Geringere Vorstandsgehälter vergrößern doch nur den Gewinn des Unternehmens und davon profitiert nur eine Interessengruppe”, sagte der Vorstandsvorsitzende des Siemens-Konzerns dem RND.
  • Helfen wolle Siemens aber sehr wohl, betont Kaeser – und legt ein ambitioniertes Programm auf.
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Berlin. Siemens-Chef Joe Kaeser lehnt einen Gehaltsverzicht von Unternehmensvorständen in der Corona-Krise ab. “Geringere Vorstandsgehälter vergrößern doch nur den Gewinn des Unternehmens und davon profitiert nur eine Interessengruppe”, sagte Kaeser dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) - und meint damit die Siemens-Aktionäre. Der Vorstand wolle dagegen den Betroffenen der Pandemie helfen. “Deshalb haben wir uns für einen Hilfsfonds entschieden, der die Bedürfnisse der allermeisten Stakeholder adressiert”, so Kaeser weiter.

Mit dem Hilfsfonds wolle Siemens die Folgen der Pandemie für Gesundheitseinrichtungen und Betroffene mit Sachspenden abfedern und Testkapazitäten erhöhen, erklärte der Vorstandsvorsitzende. “Siemens begreift sich als Teil der Gesellschaft und deshalb ist es uns auch sehr wichtig, dass wir in dieser Krise unseren Beitrag leisten, ohne die unternehmerischen Interessen zu vernachlässigen”, so Kaeser.

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Mitarbeiter seien zu Spenden aufgerufen, die der Konzern verdoppele. “Alles ist natürlich freiwillig und soll nur diejenigen ansprechen, die in dieser historischen Krise helfen wollen und können”, betonte Kaeser. “Der gesamte Vorstand unterstützt das Projekt. Jeder zahlt einen erheblichen Betrag in den Hilfsfonds ein.” Kaeser selbst kündigte an, eine Million Euro in den Fonds einzahlen zu wollen.

Der Hilfsfonds sei Teil eines größeren Programms, mit dem Siemens Betroffenen der Corona-Krise weltweit helfen wolle, so der Siemens-Chef. “Beispielsweise organisieren wir seit einigen Wochen bereits Schutzmasken für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Und wir helfen den Herstellern von Atemmasken bei der Beschleunigung des Hochlaufs der Produktion. Wir machen unsere 3-D-Druckplattformen zugänglich und ermöglichen unseren medizinisch ausgebildeten Mitarbeitern auf freiwilliger Basis und bei Fortzahlung ihres Lohns, in Gesundheitseinrichtungen mitzuarbeiten”, erklärte Kaeser.


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