Corona-Krise: Bildungsministerium öffnet die Schul-Cloud

  • Die Schulen sind in der Corona-Krise geschlossen – beim digitalen Lernen hat Deutschland Aufholbedarf.
  • Bundesbildungsministerin Anja Karliczek will für die Dauer der Krise die Schul-Cloud deutlich mehr Schulen zugänglich machen.
  • Das biete Chancen für Lehrer und Schüler.
|
Anzeige
Anzeige

Berlin. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung öffnet in der Corona-Krise die Schul-Cloud des Hasso-Plattner-Instituts für alle Schulen, die kein vergleichbares Angebot des Landes oder Schulträgers nutzen können. “In diesen Wochen der Schulschließungen müssen wir alle Ressourcen mobilisieren, damit der Unterricht zumindest teilweise stattfinden kann”, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Die vom Bund ins Leben gerufene Schul-Cloud steht ab sofort allen interessierten Schulen zur Verfügung, wenn sie noch keine anderen digitalen Angebote nutzen können.”

Zugriff von überall

Seit 2016 fördert das Bundesbildungsministerium das Forschungsprojekt “Schul-Cloud” am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Die Schul-Cloud soll es Schülern und Lehrern ermöglichen, digitale Lehr- und Lernangebote schul- und fächerübergreifend abzurufen – jederzeit und von jedem Ort. Bislang steht die Schul-Cloud als Modellprojekt nur einer begrenzten Anzahl von Schulen offen, nämlich einer Reihe Gymnasien mit einem Schwerpunkt in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Die Schul-Cloud biete vielseitige Einsatzmöglichkeiten, sagte Karliczek: Schüler könnten Unterrichtsmaterial jederzeit bearbeiten. “Lehrkräfte können naturwissenschaftliche Experimente einstellen und auf Bildungsmaterialien zugreifen, die die Lernenden dann beliebig oft abrufen können”, sagte die Ministerin. “Und auch Partner- und Teamarbeit ist möglich: Schüler können gemeinsam Aufgaben lösen.” Karliczek betonte: “Das schafft auch in der aktuellen Situation des Heimunterrichts eine Art ‘digitalen Klassenverbund’.”

Die Bundesbildungsministerin sagte: “Es geht um Soforthilfen für Schulen in einer nie dagewesenen und bislang kaum vorstellbaren Notlage.” Deshalb sei das Angebot auch auf die Dauer der Krise beschränkt. Der Bund wolle damit sein Möglichstes tun, um Lehrer in der aktuellen Herausforderung zu unterstützen und Schülern zu helfen. Schulleiter, die das Angebot Schul-Cloud nutzen wollen, finden weitere Informationen auf der Website schul-cloud.org.

Karliczek betonte: “Darüber hinaus habe ich die Länder dazu ermuntert, Mittel aus dem DigitalPakt Schule abzurufen, um die vielerorts bestehenden Engpässe bei den digitalen Unterrichtsangeboten für die Schulkinder zu Hause schnell zu beseitigen.”

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen