Corona-Krise am Ausbildungsmarkt: Merkel spricht Azubis Mut zu

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich virtuell mit Auszubildenden über die Auswirkungen der Corona-Krise unterhalten.
  • In vielen Branchen wurden aufgrund der Pandemie weniger Ausbildungsverträge geschlossen.
  • Merkel gab den jungen Menschen Mut und versprach Besserung zum Beispiel in Problemen mit der Digitalisierung.
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Berlin. Auch für Auszubildende sind es gerade schwierige Zeiten - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihnen nun versucht, Mut zu machen. Merkel sagte am Donnerstag bei einem virtuellen Gespräch mit Auszubildenden: „Wir hoffen ja, dass wir dann, wenn wir durch den November sind, auch wieder Licht am Ende des Tunnels sehen.“ Sie sagte aber auch, man müsse nun durch „schwere Wintermonate“ hindurch.

Auf eine Frage eines Azubis, wie sie die Lage in Gastronomiebetrieben sehe, die im November geschlossen haben, sagte die Kanzlerin, sie sehe die Zukunft positiv. Zunächst aber habe man eine „Durststrecke“, solange es keinen Impfstoff gebe.

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Merkel: "Ich seh auch mal 'nen Film"
2:27 min
Die Kanzlerin sprach am Donnerstag in einer Videoschalte mit Auszubildenden über deren Zukunft, die Coronapandemie und auch über Privates.  © Reuters
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Merkel nahm sich 90 Minuten Zeit, um mit insgesamt 18 Azubis und Ausbildern zu reden und sie nach ihren Erfahrungen in der Pandemie zu fragen. Es war der Auftakt zu einer neuen Dialogreihe.

Weniger Verträge in vielen Branchen

Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr deutliche Auswirkungen auf die Situation am Ausbildungsmarkt. Die Berufsorientierung war deutlich schwieriger, so fielen Ausbildungsmessen und andere Veranstaltungen aus. In vielen Branchen sind weniger Ausbildungsverträge geschlossen worden.

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Auszubildende berichteten von ihrer Arbeit im Home Office und von Problemen bei der Digitalisierung in Berufsschulen. Merkel versprach Besserung und betonte die Bedeutung der beruflichen Bildung, diese sei genauso wichtig wie ein Studium.

Das Virus verlange allen viel ab, gerade auch jungen Leuten, sagte die Kanzlerin mit Blick auf Kontaktbeschränkungen. An eine Auszubildende stellte sie die Frage, es gebe ja keine Partys und keine Disco, ob das Leben denn sehr trübsinnig sei? Die Antwort war im Sinne Merkels: Natürlich fehlten die Kontakte, es gehe aber darum, sich nun gegenseitig zu schützen und nicht egoistisch zu sein.

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Dann wurde die Kanzlerin gefragt, ob sie auch mal zur Ruhe komme bei dem ganzen Regierungsstress. Merkel antwortete, sie versuche, an die frische Luft zu gehen oder einen Film zu sehen und auch mal abzuschalten - man könne nicht nur über das Coronavirus nachdenken. Sie habe schon unbeschwertere Zeiten gehabt, aber das gehe ja vielen Menschen so.

RND/dpa

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