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Kretschmann kritisiert Amtskollegen für Alleingänge bei Corona

  • Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann kritisiert seine Länder-Kollegen für Alleingänge bei der Lockerung von Corona-Auflagen.
  • Deutschland sollte den Weg des behutsamen Vorgehens nicht verlassen, mahnt er.
  • “Wir stehen noch mitten in der Pandemie.”
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Stuttgart. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Länder-Regierungschefs für Alleingänge bei der Lockerung von Corona-Auflagen kritisiert.

“Anstatt die heutige Beratung abzuwarten, sind jetzt eine ganze Reihe von Kollegen mit eigenen Öffnungen vorgeprescht”, sagte der Grünen-Politiker dem “Spiegel” kurz vor dem Gespräch der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch. “Unsere Stärke lag bislang im gemeinsamen und behutsamen Vorgehen.”

Diesen Weg solle man nicht verlassen.

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Dabei könne es durchaus einzelne länderspezifische Unterschiede geben, solange man im Großen und Ganzen beieinanderbleibt und eben Schritt für Schritt vorgehe. Er mahnte aber: "Wir stehen noch mitten in der Pandemie."

Am Dienstag hatte Kretschmann bereits betont, dass er gegen eine Lockerung des Kontaktverbotes für die Bürger sei. In Sachsen-Anhalt war eine neue Verordnung in Kraft getreten, mit der das Land bundesweit bei der Lockerung der Corona-Beschränkungen vorangeht.

Die Menschen dort dürfen statt wie bisher mit einem Menschen abseits des eigenen Haushalts fortan zu fünft zusammen sein.

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Christian Lindner, Bundesvorsitzender FDP. © Quelle: imago images/Christian Spicker

FDP-Chef Christian Lindner kritisiert die Lockerungen der Corona-Maßnahmen in vielen Bundesländern hingegen als zu zögerlich. Es gebe nun eine “Kehrtwende von Bund und Ländern”, die zwar richtig sei, sagte Lindner am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Er hätte sich eine transparente Politik der Öffnung mit Hygieneregeln statt Verboten allerdings schon vor 14 Tagen gewünscht.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel habe in den vergangenen Sitzungen mit den Ministerpräsidenten “die Ausfahrt verpasst”. “Jetzt wird all das, was da angeregt wurde, doch beschlossen, da hat das Land Zeit verloren.” Diese Zeit wäre aber beispielsweise für Kitas und Schulen wichtig gewesen, um sich vorzubereiten, sagte Lindner.

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