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Bundesregierung setzt weiter auf Vorsicht - Corona-Kabinett abgesagt

  • Thüringens Ministerpräsident schwenkt in Sachen Corona-Beschränkungen um - und erntet dafür viel Kritik.
  • Die Bundesregierung bleibt dagegen laut einem Bericht bei ihrem Kurs der Kontaktbeschränkungen.
  • Eine für heute geplante Sitzung des Corona-Kabinetts wurde derweil abgesagt.
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Berlin. Die Bundesregierung setzt laut einem Medienbericht auch nach dem Kurswechsel von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) weiter auf Kontaktbeschränkungen. Das berichtete die “Bild”-Zeitung am Montag unter Berufung auf eine Beschlussvorlage des Kanzleramts für die Runde der Staatskanzleichefs der Länder.

Darin schlage der Chef des Kanzleramts, Helge Braun (CDU) vor, auch nach dem 5. Juni weiterhin bundesweit in der Öffentlichkeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern vorzuschreiben sowie die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen beizubehalten.

Auch bei privaten Zusammenkünften in geschlossenen Räumen seien die Hygieneregeln umzusetzen “sowie die Zahl der Personen generell auf höchstens 10 zu beschränken”.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte angekündigt, künftig auf allgemeine Corona-Beschränkungen zu verzichten und stattdessen auf "lokale Ermächtigungen" sowie die Eigenverantwortung der Menschen zu setzen. Die Verantwortung soll lokal bei den Gesundheitsämtern liegen. Sollten sich neue Infektionsherde bilden, solle vor Ort reagiert werden.

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Die für diesen Montag geplante Sitzung des sogenannten Corona-Kabinetts war nach Angaben aus Regierungskreisen vom Bundeskanzleramt bereits am Sonntagabend abgesagt worden.

RND/dpa

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