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  • Corona: Intensiv­stationen am Limit - Lage der Kliniken in den Landkreisen

Kein einziges freies Intensivbett: In diesen Landkreisen sind die Krankenhäuser am Limit

  • Auf den Intensiv­stationen in ganz Deutschland wird es immer voller.
  • In einigen Kliniken gibt es kein einziges freies Intensiv­bett mehr.
  • Wie schlimm ist die Lage? Ein Überblick über die Situation in den einzelnen Land­kreisen.
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Die Lage auf den Intensiv­stationen in Deutschland spitzt sich immer weiter zu. In mehreren Stadt- und Land­kreisen gibt es derzeit kein einziges freies Intensiv­bett mehr. Dies zeigen die aktuellen Daten des Divi-Intensiv­registers. In etwa 50 von rund 400 Kreisen sind demnach alle Betten belegt, besonders häufig in Bayern und Baden-Württemberg. Allerdings können sich die Kreise in gewissem Rahmen untereinander aushelfen, wenn es Engpässe gibt.

Null freie Intensiv­betten hieß es beim Divi-Intensiv­register etwa am Montag (22.11.2021) um 15.15 Uhr in den bayerischen Landkreisen Erding, Bayreuth, Erlangen-Höchstadt oder Regen. Angespannt auch die Situation in München, wo mehr als 95 Prozent der Intensiv­betten belegt waren. Doch wohin mit gravierenden Notfällen? Für Rettungs­dienste ein Problem, müssen sie doch oft weite Wege fahren, um Patienten irgendwo unterzubringen.

Überblick nach Landkreis: Wie viele Intensivbetten sind noch frei?

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Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, äußerte sich zuletzt mit Blick auf die Kliniken besorgt. „Wir waren noch nie so beunruhigt wie jetzt“, sagte der RKI-Chef. Die Zahl der schwer kranken Covid-Patienten steige, für Menschen mit Schlag­anfall und andere Schwer­kranke müsse mancherorts bis zu zwei Stunden nach einem freien Intensiv­bett gesucht werden. „Die Versorgung ist bereits in allen Bundes­ländern nicht mehr der Regel entsprechend.“ Und das werde noch zunehmen.

Laut Divi sind 15 Prozent freie Betten „regional in einzelnen Intensiv­bereichen zu bestimmten Zeitpunkten nichts Ungewöhnliches“. Problematisch werde jedoch ein freier Bettenanteil von unter 15 Prozent oder sogar unter 10 Prozent.

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„Insbesondere, wenn dies in mehreren Regionen und Häusern gehäuft und über längere Zeiträume auftritt. Standardmäßige Verlegungs­möglichkeiten, die manchmal als Puffer dienen können, sind dann in aller Regel aufgrund vieler schwerer Fälle oft nur noch sehr eingeschränkt möglich.“

RND/dpa/scs

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