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Ministerpräsident Kretschmer räumt Fehler in Corona-Politik ein

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer im Landtag.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer im Landtag.

Dresden. Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hat erneut Fehler in der Corona-Politik eingeräumt. Im Herbst sei die Landespolitik aufgrund der allgemeinen Stimmung zu zögerlich gewesen, mit harten Maßnahmen auf die Pandemie zu reagieren, sagte er im Interview der Chemnitzer „Freien Presse“.

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In der Rückschau wäre es besser gewesen, das Land deutlich früher herunterzufahren, „auch wenn das bestimmt viel Unverständnis in der Bevölkerung ergeben hätte“.

Erst durch den Besuch mehrerer Kliniken in Sachsen am 11. Dezember sei ihm die Dramatik bewusst geworden, sagte Kretschmer: „Mir war nicht klar, dass das Personal in Aue schon seit sechs Wochen vor meinem Besuch am Limit arbeitete (...) Ich hätte mir gewünscht, dass ich früher gewarnt worden wäre.“

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Landesweit hat das Robert-Koch-Institut in Sachsen seit Beginn der Pandemie im vergangenen März 149.707 Corona-Infektionen registriert - allein von Donnerstag auf Freitag kamen 3049 hinzu. Die Daten sind derzeit aber noch schwierig zu interpretieren, weil es über den Jahreswechsel Verzögerungen gab. Das Land hat mit 297,6 die höchste Inzidenz in Deutschland.

RND/dpa

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