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Krankenhäuser in Sachsen am Limit: Italien und Portugal wollen Corona-Patienten aufnehmen

  • Die Situation in den sächsischen Krankenhäusern spitzt sich weiter zu.
  • Viele Kliniken sind am Limit, am Donnerstag mussten bereits erste Patienten in andere Bundesländer ausgeflogen werden.
  • Nun haben sich auch Italien und Portugal bereit erklärt, Corona-Patienten aufzunehmen.
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In Sachsen stoßen viele Krankenhäuser inzwischen an ihre Grenzen. Wie aus der Übersicht aller freien Intensivbetten hervorgeht, sind die Intensivstationen vor allem in sächsischen Landkreisen voll. In mehreren Kreisen gibt es demnach kein einziges freies Intensivbett mehr.

Am Donnerstag mussten deshalb bereits die ersten zehn Schwerkranken in andere Bundesländer verlegt werden, wie die „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) berichtet. „Es besteht höchste Gefahr“, sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Donnerstag in Dresden.

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20 Verlegungen pro Woche bereits angemeldet

Weitere 20 Verlegungen seien pro Woche bereits aus Sachsen beim sogenannten Kleeblatt-Ost angemeldet. Zu diesem Kleeblatt, das die Verteilung an andere Bundesländer regelt, zählen auch Thüringen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Berlin. Doch auch dort sind viele Kliniken am Limit. „Wir müssen schauen, wie und ob wir überhaupt verlegen können“, erklärte Köpping deshalb. 20 Verlegungen schwer kranker Corona-Patienten ist eine große Zahl. Dies entspricht etwa zwei kompletten Intensivstationen.

Sollten die anderen Kleeblatt-Länder keine freien Intensivbetten haben, könnten Patienten aus Sachsen auch ins Ausland geflogen werden. „Entsprechende Hilfsangebote liegen laut Köpping aus mehreren EU-Ländern vor“, berichtet die „LVZ“ und nennt Portugal und Italien. Vor etwa einem Jahr hatte Sachsen noch schwer kranke Corona-Patienten aus Italien aufgenommen.

Sachsen will zudem mit einer Allgemeinverfügung die Kliniken im Land verpflichten, alle planbaren Operationen zu verschieben.

RND/scs

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