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Portugal verhängt Corona-Beschränkungen - Nachbarn beraten

Auch Portugal verschärft seine Corona-Regeln.

Barcelona. Portugal verhängt trotz hoher Impfraten gegen Corona neue Beschränkungen. Ab Samstag müssten die Menschen von zu Hause aus arbeiten, sagte Ministerpräsident António Costa am Dienstag. Diskotheken und Bars sollten geschlossen bleiben. In Spanien kündigte Regierungschef Pedro Sánchez für Mittwoch eine Videokonferenz über neue Schritte gegen die Corona-Pandemie an. Sein französischer Kollege Jean Castex warb bei Bürgermeistern und Parlamentsabgeordneten für härtere Maßnahmen.

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Portugal hat eine der höchsten Impfraten der Welt, verhängt jedoch angesichts der Omikron-Variante des Coronavirus erneut Restriktionen. Wer zu Sportveranstaltungen, ins Kino oder ins Theater will, muss ein negatives Testergebnis vorweisen. Das Gleiche gilt für Hochzeiten und Taufen. Diese Einschränkungen sollen mindestens bis 9. Januar bestehen. Besondere Regeln gelten an Heiligabend, den Weihnachtstagen, Silvester und Neujahr. Dann sind Restaurantbesuche nur mit negativem Testergebnis möglich. Zu Silvesterfeiern dürfen maximal zehn Leute zusammenkommen. Alkoholkonsum im Freien ist verboten.

Rasant ansteigende Inzidenz in Spanien

In Spanien ist die Inzidenz auf mehr als 600 Fälle je 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen gestiegen. Dazu kommt die rasche Ausbreitung der neuen Omikron-Variante. Innerhalb einer Woche wuchs der Anteil der Omikron-Variante an neuen Infektionen von fünf Prozent auf 47 Prozent an, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

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Ministerpräsident Sánchez wollte am Mittwoch mit den führenden Köpfen der 17 spanischen Regionen über neue Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. Katalonien bereitete sich bereits vor dem Treffen auf die Wiedereinführung strikter Beschränkungen vor. „Wir haben alle gehofft, diese Weihnachtsferien mit unseren Familien und geliebten Personen zu verbringen, aber leider sind wir nicht in der Situation“, erklärte der katalanische Regionalpräsident Pere Aragonès. „Sie müssen nicht auf die Zahlen schauen. Jeder von uns kennt Menschen, die infiziert waren.“ Zuletzt entfiel eine von vier Krankenhauseinweisungen aufgrund von Covid-19 in Spanien auf Katalonien.

Verschärfungen in Katalonien gefordert

Die katalanischen Gesundheitsbehörden haben die Gerichte gebeten, eine Reihe von Maßnahmen, darunter eine nächtliche Ausgangssperre von 1.00 bis 6.00 Uhr, zu bewilligen. Zudem sollen öffentliche Zusammenkünfte auf zehn Personen beschränkt werden, Nachtclubs schließen, Restaurants nur noch 50 Prozent ihrer Sitzplätze in Innenräumen anbieten und Geschäfte, Fitnessstudios und Theater auf 70 Prozent ihrer Kapazität beschränkt werden. Sollten die Gerichte die Maßnahmen bestätigen, träten die Regeln Heiligabend in Kraft und gälten für 15 Tage - also auch über Silvester und Neujahr hinaus.

In Frankreich dominiert immer noch die Delta-Variante, allerdings ging in der Region Paris zuletzt bereits ein Drittel der Neuinfektionen auf das Konto der Omikron-Variante, wie Regierungssprecher Gabriel Attal sagte. Die Regierung will, dass bis Ende Januar neue Gesetze beschlossen werden, nach denen nur noch Geimpfte Restaurants und andere öffentliche Orte betreten dürfen. Zugleich verstärkt Frankreich seine Impfanstrengungen. Ab Mittwoch sollen auch Kinder ab fünf Jahren geimpft werden. Die Impfquote bei Menschen über zwölf Jahren lag bei mehr als 89 Prozent. Ein Drittel hat bereits eine Auffrischung erhalten.

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RND/AP

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