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Immer mehr Impfdurchbrüche: Wie gut sind Pflegeheime auf den Corona-Herbst vorbereitet?

Eine Pflegekraft geht in einem Pflegeheim mit einer älteren Dame über einen Korridor. (Symbolbild)

Eine Pflegekraft geht in einem Pflegeheim mit einer älteren Dame über einen Korridor. (Symbolbild)

Hannover/Berlin. In einem Altenheim in Norderstedt (Schleswig-Holstein) haben sich zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner sowie Beschäftigte mit dem Coronavirus angesteckt. Kein Einzelfall, seit Tagen gibt es immer mehr Meldungen über Corona-Infektionen in Pflegeheimen und Impfdurchbrüche. Die Senioren- und Pflegeheime in Deutschland fühlen sich dennoch gut für den Herbst und Winter gewappnet. „Die Hygiene- und Schutzkonzepte stehen; die darin enthaltenen Regeln werden ebenso eingehalten wie die Masken- und Dokumentationspflicht. Dieses System funktioniert im Allgemeinen sehr gut“, sagte der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Auch der Bundesverband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen (BKSB) sieht die Einrichtungen beim Infektionsschutz im Rahmen der Möglichkeiten gut vorbereitet. Für Gäste und Beschäftigte gelte derweil weiter die Maskenpflicht, die zu Betreuenden würden auf Einhaltung der Abstandspflicht hingewiesen, sagte der Vorsitzende Alexander Schraml dem RND. „Von Veranstaltungen mit Besucherinnen und Besuchern wie Weihnachtsfeiern wird weitestgehend abgesehen.“ Veranstaltungen für Beschäftigte würden so gestaltet, dass eine Infektionsgefahr weitestgehend ausgeschlossen werden könne. „Wir weisen auch auf rechtzeitige Drittimpfungen hin.“

Wie entsteht ein Impfstoff?

Nach einem Impfstoff gegen Covid-19 wird unnachgiebig geforscht. Innerhalb von nur einem Jahr war bereits der erste Kandidat in der Zulassungsphase.

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BKSB-Vorsitzender: Nur noch geimpfte Personen in Senioren- und Pflegeheimen

Wenn es nach dem BKSB-Vorsitzenden geht, sollen in Deutschland künftig nur noch geimpfte Menschen Zugang zu den Senioren- und Pflegeheimen haben. Er fordert eine bundesweit einheitliche Rechtsgrundlage, „dass Bewohnerinnen und Bewohner nur bei Impfschutz aufgenommen und Besuchende nur bei Impfschutz zugelassen werden dürfen“. Ausnahmen sollte es nur für Menschen geben, bei denen es medizinische Bedenken für eine Impfung gibt. Bei wiederholtem Verstoß gegen coronabedingte Regelungen müsse auch „ein Hausverbot für Besucherinnen und Besucher zulässig sein“.

Weiter machte sich Schraml für die dauerhafte Erstattung von Mehraufwendungen für Einrichtungen, etwa der Kosten von Besuchsdiensten oder gesteigertem Materialaufwand, stark. „Das Thema kann nicht der Selbstverwaltung überlassen werden, da sich die Kostenträger beharrlich weigern, diese Kosten im Pflegesatz zu berücksichtigen.“

Forderung: Kein Ende der Corona-Notlage

Derweil sprach sich bpa-Präsident Meurer deutlich gegen ein Auslaufen der epidemischen Lage am 25. November aus, das Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Montag ins Spiel brachte. „In manchen Landkreisen liegen die Inzidenzen bei den über 80-Jährigen bereits wieder zwischen 100 und 250. Angesichts dieser Situation fordern wir zum Schutz dieser besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppe eine Verlängerung der entsprechenden Regelungen – alles andere halten wir für unverantwortlich.“

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Von den Ländern erwarte der Verband zudem die Sicherstellung für ein flächendeckendes Impfangebot durch die Hausärzte. „Dort, wo das nicht erfolgt, müssen, wie in der Vergangenheit auch, wieder Impfteams von den Ländern geschickt werden“, so Meurer. Dies sollte generell für alle gelten, in erste Linie aber für die besonders gefährdete Gruppe der Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner.

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