Bundeswehr-Einsatz wegen Corona-Krise: Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern rufen um Hilfe

  • Jetzt müssen Soldaten wieder an die Corona-Front.
  • Weil die Infektionszahlen explodieren, haben bislang sechs der acht Landkreise und kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern die Bundeswehr um Hilfe gebeten.
  • Die ersten Kräfte sind schon im Einsatz.
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Schwerin. Die in bisher ungekannte Höhen steigenden Corona-Infektionszahlen und die wieder anlaufende Impfkampagne überfordern die Gesundheitsämter. Sechs der acht Landkreise und kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern haben deshalb per Amtshilfeersuchen in den letzten Tagen um Unterstützung der Bundeswehr gebeten.

Amtshilfeersuchen seien bislang aus den Landkreisen Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim, Vorpommern-Greifswald, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Rügen sowie aus der Hansestadt Rostock eingegangen, teilte ein Sprecher des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern der Bundeswehr am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Bisher leisteten 47 Soldaten im Nordosten Amtshilfe.

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12.000 Soldaten im Corona-Einsatz

Weitere 12 Soldaten begännen mit der Unterstützung am kommenden Montag. Anträge zur Unterstützung mit weiteren 39 Soldaten befänden sich in der Ressourcenprüfung. Die Soldatinnen und Soldaten unterstützen den Angaben zufolge die Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung und werden in mobilen Impfteams, Impfzentren sowie in mobilen Abstrichteams eingesetzt.

Die Bundeswehr stellt für ganz Deutschland bis Mitte Dezember ein Kontingent von bis zu 12.000 Soldaten und Soldatinnen auf, die derzeit aus anderen Aufträgen und Aufgaben freigesetzt werden, wie der Sprecher weiter erklärte.

RND/dpa

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