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Corona in Griechenland: Maskenpflicht und mancherorts Ausgangssperre

  • In Griechenland ist die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in dieser Woche sprunghaft angestiegen.
  • Die Regierung erlässt daraufhin neue Beschränkungen.
  • Betroffen sind auch Feriengebiete.
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Athen. Ab Samstag gilt in ganz Griechenland in der Öffentlichkeit eine allgemeine Maskenpflicht, in geschlossenen Räumen ebenso wie im Freien. In der Nacht zu Sonntag tritt außerdem in einigen Landesteilen eine nächtliche Ausgangssperre von 0.30 bis 5 Uhr in Kraft. Sie gilt in allen Gebieten, in denen die Corona-Gefahrenstufen drei und vier gelten.

Das sind 27 der 74 griechischen Regionen, darunter Athen, Piräus und Saloniki, aber auch einige Feriengebiete wie Heraklion auf Kreta, die Touristenhotspots Mykonos, Santorin und Zakynthos sowie die Inseln Samos und Lesbos. Dagegen gehören Inseln wie Korfu, Rhodos, Kos, Paros und Naxos sowie die Halbinsel Chalkidiki noch zur Gefahrenstufe zwei. Dort gilt bisher keine Ausgangssperre.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis verkündete die neuen Maßnahmen am Donnerstagabend in einer Fernsehansprache. „Wir erwarten, dass die kommenden Monate schwierig werden“, sagte der Premier. Die neuen Einschränkungen seien „gezielt, klug und letztlich effizienter als ein genereller Lockdown“, den er vermeiden wolle, sagte Mitsotakis.

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Regierung will Partys auf Plätzen und in Wohnungen unterbinden

Im September lag die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen im Schnitt zwischen 300 und 400. Diese Woche wurden mit 667 Fällen am Dienstag, 865 am Mittwoch und 882 am Freitag drei neue Negativrekorde in Folge erreicht. Die meisten Neuinfektionen wurden in der Altersgruppe 18 bis 24 Jahre festgestellt. Vor allem auf sie zielt der nächtliche Lockdown: Die Regierung will damit Partys auf Plätzen oder in Wohnungen unterbinden. Bars und Restaurants müssen um Mitternacht schließen.

Premierminister Mitsotakis sagte: „Es wäre gut, wenn die Jugend ihren Tatendrang in Verantwortung umsetzen würde. Wir werden vielleicht eine Weile weniger Spaß haben, dafür aber für lange Zeit mehr Gesundheit.”

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern steht Griechenland allerdings noch relativ gut da, weshalb es seitens des Auswärtigen Amts auch bisher keine Reisewarnung gibt. Seit Beginn der Pandemie meldeten die griechischen Behörden für das Land mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern 28.216 Infektionen, so der Stand vom Freitagmittag. Zum Vergleich: In Portugal, das ähnlich viele Einwohner hat, wurden fast 110.000 Fälle gemeldet.

Auch bei den Todesfällen schneidet Griechenland relativ gut ab. Bisher sind dort 549 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Das entspricht 51 Sterbefällen pro Million Einwohner. In Deutschland sind es 120.

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