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Experten vergleichen Corona-Krise in den USA mit 9/11 und Pearl Harbor

  • In den USA vergleichen Experten die Corona-Krise mit 9/11 und Pearl Harbor und warnen davor, das Virus nie gänzlich zu besiegen.
  • Präsident Donald Trump verbreitet derweil Optimismus.
  • Man sehe einen “Hoffnungsschimmer” - der Wendepunkt sei bald erreicht.
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Washington. Allen düsteren Prognosen zum Trotz hat US-Präsident Donald Trump seinen Landsleuten in der Corona-Krise Hoffnung auf bessere Zeiten gemacht. “Wir beginnen, Licht am Ende des Tunnels zu sehen”, sagte Trump am Sonntagabend im Weißen Haus. Auch sein Vizepräsident Mike Pence sprach von einem “Hoffnungsschimmer”. Bis zum Höhepunkt der Pandemie in den USA werde es noch viele Todesopfer geben, sagte Trump. “Aber es ist auch ein Punkt, an dem die Dinge anfangen, sich zu ändern. Wir kommen diesem Moment jetzt sehr nahe.”

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“Das wird unser 9/11-Moment”

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Nur Stunden zuvor hatte der oberste Gesundheitsbeamte der USA, Surgeon General Jerome Adams, die Corona-Krise mit den schlimmsten Angriffen auf die USA in der jüngeren Geschichte verglichen. Die Amerikaner sollten sich darauf einstellen, dass die Pandemie ähnliches Leid verursachen werde wie die Terroranschläge vom 11. September 2001 und der japanische Angriff auf den US-Stützpunkt Pearl Harbor 1941, der zum Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg führte, sagte Adams in der Sendung “Fox News Sunday”. “Dies wird die härteste und traurigste Woche in den Leben der meisten Amerikaner. Das wird unser Pearl-Harbor-Moment, unser 9/11-Moment, nur dass er nicht auf einen Ort beschränkt ist. Es wird im ganzen Land passieren. Und ich will, dass Amerika das versteht.”

Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, hatte die Amerikaner ebenfalls aufgefordert, sich auf schlimme Wochen einzustellen. Die Zahl der Toten in der kommenden Woche werde einige schockieren, aber das sei unausweichlich, bevor sich die Lage wieder bessere. Das Virus werde möglicherweise nie ganz ausgelöscht sein und in der nächsten Grippesaison werde es eine zweite Welle geben, prophezeite Fauci, der Teil von Trumps Coronavirus-Taskforce ist.

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Wichtige Leitindizes an der Wall Street verloren am Mittwoch 4,4 Prozent.  © Reuters

Trump warnt vor sehr schweren Wochen

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Auf die Frage, inwiefern solche Aussagen seinen Optimismus rechtfertigten, sagte Trump, im Grunde seien die beiden Einschätzungen gar nicht so verschieden. Auch er wisse, dass der Wendepunkt erst noch erreicht werden müsse. Er räumte ein, dass die kommenden zwei Wochen sehr schwer werden würden. Den bisherigen Opfern der Pandemie sprach er sein Beileid aus.

Ähnlich wie Trump hatte sich zuvor auch der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo vorsichtig optimistisch geäußert. Nach 630 Toten von Freitag auf Samstag seien in den darauf folgenden 24 Stunden 594 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben. Auch Einweisungen Schwerkranker in Intensivstationen seien rückläufig und die Entlassungen aus Krankenhausbehandlung hätten zugenommen, sagte Cuomo. Das gebe einen Funken Hoffnung, dass sich die Ausbreitung des Virus verlangsame, sagte Cuomo. Es sei aber noch zu früh zu sagen, ob die Pandemie in New York den Höhepunkt erreicht habe. "Wir können dem Gipfel sehr nahe sein, der Gipfel könnte aber auch ein Plateau sein, auf dem wir jetzt angekommen sind."

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USA bestätigt die meisten Corona-Fälle der Welt

Landesweit sind in den USA 300 000 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 bestätigt, so viele wie in keinem anderen Land. Mehr als 9000 Menschen starben bis Sonntag, allein fast 4200 im Staat New York. Mehr als 17 000 erholten sich nach der Statistik der Johns-Hopkins-Universität wieder und gelten als genesen.

RND/ap

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