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„Alle Kräfte bündeln“: Zahnärzte und Pflegefachkräfte wollen Impfkampagne beschleunigen

  • Um mehr Tempo in die aktuelle Impfkampagne zu bekommen, haben nun Zahnärzte und Pflegefachkräfte Hilfe angeboten.
  • Die entsprechenden Berufsverbände fordern künftig ebenfalls impfen zu dürfen.
  • „Wir müssen alle verfügbaren Kräfte bündeln, um die vierte Corona-Welle zu brechen“, so Christoph Benz, Präsident der Bundeszahnärztekammer.
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Berlin. Damit möglichst schnell möglichst viele Corona-Impfungen angeboten werden können, sollten Zahnärzte und Pflegekräfte ebenfalls impfen können. Das fordern die entsprechenden Berufsverbände. „Jede Pflegefachperson ist durch ihre Ausbildung in der Lage, die Impfung durchzuführen“, sagte die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe, Christel Bienstein, am Freitag in Berlin und plädierte für „pragmatische Lösungen“. Es müssten alle Ressourcen genutzt werden, damit vor allem Menschen aus Risikogruppen jetzt schnell Auffrischungsimpfungen erhalten.

Auch die Zahnärztinnen und Zahnärzte bieten ihre Hilfe an. „Wenn es gewünscht ist, unterstützen wir gerne die ärztliche Kollegenschaft, um Tempo in die Booster-Impfungen zu bringen und diese flächendeckend anzubieten“, sagte Christoph Benz, Präsident der Bundeszahnärztekammer, am Freitag in Berlin. „Wir müssen alle verfügbaren Kräfte bündeln, um die vierte Corona-Welle zu brechen.“ Die Zahnärzteschaft habe aktuell keine Befugnis, selbst Impfungen vorzunehmen. Ausnahmeregelungen seien rechtlich zwar möglich, aber bisher noch nicht vorgesehen.

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Berufsgruppen, die impfen können, sollten in der aktuellen Notlage dazu auch die Erlaubnis haben, betonte Bienstein. „Die Pflegefachpersonen aus den ambulanten Pflegediensten könnten eigenständig die Menschen mit Pflegebedarf und deren Angehörige impfen. Das wäre eine enorme Entlastung für diese Menschen, die dann eben nicht in eine Praxis kommen müssen, und es würde die Booster-Kampagne effektiv voranbringen. In den Pflegeheimen könnte man dies ebenso gut regeln.“ Bisher sei aber die Anordnung und Anwesenheit einer Ärztin oder eines Arztes bei der Impfung erforderlich. Pflegefachperson ist die neue Berufsbezeichnung für Krankenpfleger und Krankenschwestern - die dreijährige Ausbildung qualifiziert europaweit für Arbeit zum Beispiel in der Alten- oder Krankenpflege.

RND/dpa

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